Auf der Flensburger Förde

Saisonbeginn Teil 4

 

26.06.2017

Sonderborg- Flensburg/Sonwik

35.5 sm

Motorstunden 2:00

 

Da wir nur noch einen kurzen Schlag bis Sonwik haben, schauen wir uns am Morgen Sonderborg an. Für uns die erste grössere Stadt in Dänemark (abgesehen von meiner Radtour vor 25 Jahren um Süd Jütland). Hier gibt es alles was das Herz begehrt und in der Stadt auch eine riesige Shopping Mall mit Indoor Minigolf für Schlechtwettertage. Es gibt bestimmt noch mehr zu erkunden. Für die dänischen Kriegsspiele, die hier jedes Jahr die folgenreichste Kriegsniederlage (1864 gegen die Preussen) nachspielen, waren wir ein paar Tage zu spät, aber darüber soll man mehr im Museum im Schloss erfahren können.

Mittags legen wir ab. Unser letzter Schlag zum neuen Sommerhafen. Noch nicht ganz aus dem Sonderborg Sund heraus, überholt uns die Arran, natürlich mit Haupt- und Focksegel hoch, während wir nur unter Fock 4kn über Grund machen. Nach den Erfahrungen der letzten Tage zögert Klaus das Hauptsegel zusetzen.

Danke an Felix für die Fotos von der FairLady

Kurz bevor wir in die Flensburger Förde einbiegen, verspürt Klaus ein Problem mit dem Ruder und glaubt, das Ruder hat sich etwas eingefangen. Wir dödeln ein bisschen rum. Mit Blick auf die Karte und den Wellenverlauf komme ich zu der Schlussfolgerung das hier einfach eine starke Strömung aus der Flensburger Förde ausläuft. Dies sollte sich dann auch Bewahrheiten. Um an Höhe zu gewinnen, lässt Klaus den Motor mitlaufen bis wir bei 54°50 7`N und 9°38 1E den Motor ausmachen und Gross und Fock setzen. Ich schnipple uns noch ein paar Reste zum Essen zusammen, da wir uns bei der Schräglage eh nicht setzen wollen. Patrick stellt erstaunt fest: "Das ist das erste Mal ,das ich Anja bei der Überfahrt essen sehe."  Ja, am letzten Tag habe ich endlich meine Seebeine. ;-) . Auch heute haben wir noch Welle biz zu 0.7m, aber alles ist gut. - Das wird noch ein schöner Schlag bei 17 kn Wind, bis Sonwik.

27.06.2017

Sonwik

 

Wir machen das Schiff klar und besorgen uns noch einen Stegfender, nach dem wir sehen wie viele Fender alle auf der Seite der Fingerstege ausgebracht haben. Später holen Patrick und ich den Leihwagen aus Flensburg ab, fahren noch kurz bei Felix' Marina vorbei, um Adressen aus zu tauschen und gehen dann abends schön Essen.

 

Fazit

Für mich war es der erste wirkliche Schlechtwettertörn mit Wind und Welle. Gerade auf der Elbe mit zum Schluss über 2m Welle, habe ich der FairLady vertraut. Aber mein Wohlbefinden sank irgendwann drastisch. – Keine gute Idee so etwas am ersten Segeltag anzugehen, wenn man an Übelkeit leidet. Für mich positiv war, dass es mir sehr schnell wieder besser ging, nach dem die Welle weg war. Nicht glücklich bin ich mit unserem Rollbaum. Ich bezweifle, dass ich das Gross alleine bergen kann – not happy at all.....

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