Angler in Seenot

20. Juli 2016, Mittwoch   

 

 Bagenkop (Langeland) - Damp

36.8 sm

Motorstunden 6.50

 

Wir legen um 7.25 Uhr ohne Frühstück ab. Für heute ist kein Wind angesagt, aber leider geht unser Urlaub langsam zu Ende und es bleibt uns nichts anderes übrig als Kurs auf Damp zu nehmen. Das Risiko noch einen Tag zu warten, wollen wir nicht eingehen, da man dem Wetter-

bericht nicht länger als 24 Stunden trauen kann.

 

Bei Windstille und leichtem Dunst schleichen wir uns leise aus dem Hafen. War schön hier, trotz allem.

Unsere Tochter wecken wir erst gar nicht auf – endlich darf sie mal ausschlafen. Stunden später kriecht sie aus ihrer Koje – Teenies J.

Die Ostsee ist fast spiegelglatt und eine Nebelbank wabert übers Wasser. Die Sonne lässt das Wasser glitzern,  aber es ist kühl. Als sich der Nebel am Horizont lüftet, sehen wir das erste Mal einen weissen Regenbogen.....

Nach gut 50 min  ein Hauch von Luft! Warum nicht die Genua raus holen... - gerade steht das Segel, der Autopilot ist montiert, da taucht Backbords ein kleines Motorboot mit 2 Personen auf. Hektisch winken sie. Nix mit Frühstück, Segel wieder einholen, wenden und da kommen sie doch glatt mit Motor auf uns zu. In der Caribe hätte ich jetzt an Piraten gedacht J  - wir waren zumindest sehr verdutzt. Es stellte sich heraus, das dieses ältere Ehepaar von Bagenkop zum Fischen rausgefahren ist und nicht bemerkte, dass sie in den Nebel fuhren. Mit dem Verlust der Landsicht, haben sie komplett die Orientierung verloren. Nach dem sie ihren Kompass gefunden haben, geben wir ihnen den Kurs und sie sind sichtlich erleichtert.

 

 

Dann gibt es endlich Frühstück und der Nebel lichtet sich......

 

Ohne weitere Vorkommnisse erreichen wir Damp um 14 Uhr. Wieder treffen wir die Crew der Fidi nur um zu erfahren, das auch sie in Bagenkop gelegen haben...so kann es gehen...

Wir versuchen mit verschiedenen Häfen Kontakt auf zunehmen, da wir noch einen Liegeplatz für den restlichen Sommer brauchen. Wendtorf gibt uns direkt eine Zusage.

 

Wir haben Damp als letzten Hafen unseres Törns gewählt, weil wir hier die Möglichkeit haben noch mal Bargeld abzuheben und unsere Vorräte auf zu stocken ohne auf ein Auto angewiesen zu sein. Nachdem wir jetzt Wendtorf anlaufen werden, war das eine weise Entscheidung.

 

In der Nacht werden wir heftig geschaukelt. Der Schwell steht mal wieder auf dem Hafen.

Mir persönlich macht das nichts und ich lasse mich in den Schlaf wiegen.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Claudine (Montag, 09 Januar 2017 19:04)

    Sehr schön geschrieben. Schön wäre es, Ich bekäme news als mail von dir? Kannst du das noch irgendwie einbauen?
    Glg claudi