Darlowko - Marina Darlowo

Darlowko
Einfahrt in die Wieprza - auslaufende Boote haben immer Vorfahrt
Darlowko - Marina Darlowo
x Marina Darlowo

Marina Darlowo

54°26'13'' N  16°23'16'' E

 

Ein Stück die Wieprza (Wipper) hochfahrend befindet sich der Yachthafen auf backbord. Boote über 33f sollten gleich am ersten Steg festmachen, da die Schwimmstege da etwas länger sind. Oft steht der Bosmann schon parat und teilt den Booten die Plätze mit Bedacht zu.


Im sehr sauberen Hafengebäude finden sich das Hafenmeisterbüro, Duschen, Toiletten und Waschmaschine. Benutzung der Duschen, Toiletten, sowie Wasser und Strom direkt an den Stegen sind in der Liegegebühr enthalten. Die Benutzung der Waschmaschine wird extra berechnet und beim Hafenmeister bezahlt. Das Gebäude ist von 8:00 bis 22:00 geöffnet, aber mit einer Karte kommen die Hafenlieger immer rein. Der Hafen ist klein und die Wege kurz. Für grosse Schiffe besteht die Möglichkeit etwas weiter den Fluss aufwärts backbord längsseits zugehen. Strom ist dort vorhanden, aber so wie ich das Verstanden habe, muss das im Hafenbüro vorher angemeldet werden.

Strand von Darlowko
Strand von Darlowko

Interessant für Segler mit kleineren Kindern ist der Strand, da sich hier im Wasser eine Aufschüttung befindet, die die Ostseewellen draussen hält und ein Becken kreiert. Auch ein Blick vom Leuchtturm lohnt. 

Leuchtturm Darlowko - Darlowo, Rügenwalde
Leuchtturm Darlowko

An der Brücke befindet sich ein Anleger für eine kleine Fähre, mit der man den Fluss 1,5sm hoch nach Darlowo/Rügenwalde fahren kann. Landschaftlich zu empfehlen. Darlowo, das ein bisschen mediterran anmutet, ist auf jeden Fall einen Ausflug wert. Hier findet ihr eine alte Hansestadt, die den zweiten Weltkrieg mal unversehrt überstanden hat. Es gibt kleine Geschäfte zum Proviant aufstocken und mit Frau Google kommt man sehr gut zurecht. Auch entkommt man hier dem sommerlichen Touristenstrom. Für geschichtlich Interessierte ist das Museum im Schloss Rügenwalde ein Muss. Gruselig ist es im Folterkeller…

 

Mit dem Bötchen nach Darlowo
Mit dem Bötchen nach Darlowo

Anlaufen Darlowko

 

Die Einfahrt in die Wieprza ist gefährlich bei auflandigen Winden ab 5 Bft und daraus resultierenden Kreuzströmungen bis 3kn.

Starker Sog bei Winden von W nach N.

 

Bei Ein- und Ausfahrt über Ch 12 um Erlaubnis bitten, wenn man vor 6:00 ausläuft, dieses anmelden, da sonst die Brücke nicht öffnet.

Die Einfahrt ist schmal. 

Ausfahrende Schiffe haben Vorfahrt, auch wenn man die Erlaubnis zur Einfahrt schon hat.

Bergen der Segel im Vorhafen möglich.

 

Die Brücke hinter der Einfahrt öffnet zur vollen Stunde, ausserhalb der Saison nur, wenn Boote 5 min vorher da sind. 100m vor Brücke warten! Auslaufende und Berufsschifffahrt haben immer Vorfahrt!!! Gilt auch für Hafen.

 

Fingerstege

 

Gasflaschen können eventuell aufgefüllt werden

 

Industriehafen Darlowo darf nur mit Genehmigung angefahren werden, nicht empfehlenswert.

 

Bei der Ausfahrt gen Osten Infos zu Sperrgebiet 6, 6a & b  erfragen, oder auf der Homepage schlau machen. Siehe auch:

☸️ Segeln an Polens Küste

 

Alle Angaben ohne Gewähr Stand 2019

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Marina Kolobrzeg PL

Kolobrzeg, Polen , Hafenbeschreibung
Strandpromenade und Leuchtturm von Kolobrzeg

Marina Kolobrzeg,PL

 

54°10’42 N  15°33’35 E

 

Nach dem Einlaufen in die Parseta (Parsente) geht es erst mal ein Stück die Parseta (Parsente) hinauf. Man fährt nicht mehr in die Marina Solna ein, denn es gibt inzwischen ein Hafenbecken für Gäste. Hier ist alles neu, modern und super gepflegt. 

Kolberg ist eine alte Hanse- und Kurstadt, welche leider im Krieg ganz zerstört wurde.

Sehenswert sind der Strand und der Leuchtturm (das Wahrzeichen der Stadt und auf dem alten Fort Minde aufgebaut), so wie die Pier. Dieses und der Kurpark liegen gut einen Kilometer nördlich vom Hafen. An der Strandpromenade kann man auch wunderbar Essengehen. Wir können das Restaurant Pergola empfehlen. 

Kolberg, Polen
Blick vom Restaurant Pergola auf die Mole der Persente

Östlich vom Hafen befindet sich der zweite Ortsteil von Kolobrzeg. 

Den Kern bilden die Marienkirche und das alte Rathaus (gut 1Km vom Hafen). Auf dem Weg dorthin gibt es Geschäfte, Banken, Post und auch eine Bäckerei. 

 

Beim Hafenmeister gibt es einen Stadtplan. Es wird Deutsch oder englisch gesprochen.

Kolobrzeg, Hafen, Segeln
Marina Kolobrzeg

Die Gäste Marina hat ein eigenes kleines Hafenbüro X1. Wenn dies aber nicht besetzt ist, kann man sich auch im grossen Hafengebäude X2 bei der Marina SOLNA anmelden. Hier findet man auch die Waschmaschinen und Trockner.

 

Strom und Wasser sind im Preis inbegriffen

Dusche separat 5 Zloty/5 min

 

Gut ausgestatteter Hafen 

Fingerstege mit Strom und Wasser

wlan

Waschmaschinen und Trockner

Segelmacher

Yachtzubehör 

Diesel am Westufer  

Anlaufen Kolobrzeg 

 

Bei stark auflandigem Wind W – NW und Welle ab 1,5m

auf Grund starker Strömung und Grundseen besser nicht anlaufen.

 

Achtung: ca.100m vor den Stränden soll es nicht gekennzeichnete Unterwassersteinschüttungen bis 0,8m unter der Wasseroberfläche geben.

 

Schmale Einfahrt in den Parseta (Parsente).

Auch hier gilt: auslaufende Schiffe haben Vorfahrt!

 

Port Control muss über Ch 12 (ca. 600m) um Einfahrt gebeten werden.

 

Nach Erlaubnis gut Steuerbord halten, wegen starken Gegenverkehres.

 

Im Seekanal ist mitlaufender Motor Pflicht, da die auslaufende Strömung wetterbedingt zwischen 0,5 – 1,5 kn beträgt.

 

Zum Yachthafen den Schildern «goście» inzwischen auch in englisch «guests» (Gäste) folgen (südlich Marina Solna)

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Hafen Rankwitz, Peenestrom

Hafen Rankwitz
Hafen Rankwitz

Rankwitz,D

  53° 56’05 N – 13°55’55 E

 

Ist ein kleiner Hafen am Achterwasser/Peenestrom. Grössere Boote finden im hinteren Teil Steuerbords eventuell einen Liegeplatz. Unsere 29f passen auch an die Fingerstege die an einem Schwimmsteg in den Peenestrom reichen. Hier entsteht aber schnell Schwell, wenn auf dem Strom ein Wind und damit Welle aus NW kommt.

Der Hafen hat saubere, wenn auch ältere Sanitäranlagen. 

Wenn man morgens nicht zu früh weg muss, gibt es sogar einen Brötchen Service.

Sehr gut soll das Fischrestaurant sein, in dem man auch das Hafenmeisterbüro findet. Leider schliesst das Restaurant schon um 20:00 Uhr, zumindest in der Woche (Juli). Meines Erachtens zu früh , wenn man von Wolgast kommend, hier den Absprung zur Zecheriner Brücke am nächsten Morgen machen möchte. (Ca. 1 Stunde)

Für unsere 9m haben wir € 10.00 inclusive Alles bezahlt.

 

Alle Angaben ohne Gewähr, Stand 2019

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Mr. Volvo schiebt uns nach Leba

Wir verlassen Ustka - Einfahrt in die Slupia
Wir verlassen Ustka - Einfahrt in die Slupia

Montag, 29.07.2019

 

Ustka – Leba

45,8 sm

7 h

 

 

Von Sietse von der Dolfijn bekam ich den Tipp, dass auch der Verzicht auf Kaffee meinem Wohlbefinden bei Wellengang zuträglich sein kann. - Na dann werde ich das heute mal versuchen. Statt meinem morgendlichen WakeUp Becher, brühe ich mir einen Tee auf. Wir haben kurz vor 6.00 h und drüben auf der Dolfijn wird schon klar Schiff gemacht. Und wow, pünktlich um 6:00 wird abgelegt. Ein kurzes Zuwinken – wir sehen uns in Leba und weg sind sie. Ich habe sie nie gefragt, ob die Fussgängerbrücke offen war.

 

Wir werfen um 6:55 die Leinen los. Das war knapp. Die Brücke schliesst hinter uns. Glück gehabt oder einen netten Brückenwärter, der uns noch hat durch huschen lassen.

Wie gedacht haben wir einen stetigen Wind von 9 - 10,5 kn voll auf die Nase. Die Wellen wachsen allmählich von 0,4m auf einen Meter. Aber im Gegensatz zur westlichen Ostsee ist das hier eine schöne lange Welle. Wir werden also nicht so durchgeschüttelt.

 

Unterwegs erreicht uns ein Funkspruch von der Dolfijn. Jolanda erkundigt sich nach unserem Befinden und teilt uns mit, dass die See auch weiter östlich nicht zunimmt. Wie lieb.

 

Im Gegenteil, gegen 11h nimmt sie wieder ab. Doch jetzt setzt ein leichter Gegenstrom von 0,5 kn ein. Dafür dreht der Wind etwas und wir können die Genua als Motorunterstützung fahren.

Winga 87 in Leba
Klaus an Bord der Winga - natürlich wird gleich in die FB Gruppe rekrutiert ;-) Yachthafen Leba

Beim Einfahren in den Hafen von Leba sehen wir dieses Jahr das erste Mal ein Schwesterschiff und natürlich wird sofort Kontakt aufgenommen. Die Crew hat Probleme mit dem Propeller und muss gekrant werden.

 

Nach dem Anlegen kommt Eldert, einer der Söhne von der Dolfijn Crew, und lädt unsere Tochter zu einer Radtour ein.

Abends entscheiden wir uns mit der Crew der Dolfijn essen zu gehen. Das wird ein lustiger, schöner Abend. 

Nach dem Essen möchten wir uns noch die versunkene Kirche von Leba anschauen. Schon auf dem Weg werden wir von Mücken überfallen. Eldert und Sietse scheinen sie besonders zu mögen. Die Beiden geben die Suche auf und retten sich an die Wasserlinie am Strand.

Wir suchen mit Jolanda und ihrem jüngeren Sohn Jelmer weiter und werden dann auch fündig. 

Zurück marschieren wir durch die Dünen, lassen uns auf einen falschen Weg leiten und schaffen es unter weiteren Mückenattacken doch zurück zum Hafen.

Dort verabschieden wir uns von der Crew der Dolfijn, denn uns läuft die Zeit davon. Unser Flieger geht Samstag früh von Danzig und einen Liegeplatz bis zum Auskranen müssen wir auch noch organisieren. Wir haben ein kleines Wetterfenster, das wir nutzen möchten. Wer weiss was die nächsten Tage bringen. Ich bin ein bisschen traurig, denn gern hätte ich mir die Wanderdünen von Leba angeschaut. – Vielleicht können wir das ja im September nachholen.

 

Die Dolfijn plant, ein paar Tage in Leba zu bleiben. – Später treffe ich Jolanda im Duschraum, wo sie mir erzählt, dass auch sie morgen ablegen werden – sie haben keine Lust auf diese Mücken Invasion – kann ich verstehen. Also dann in Wladyslawowo.

 

Ach ja, keinen Kaffee getrunken zu haben scheint geholfen zu haben ;-). Werde das mal weiter beobachten!

☸️soon

☸️ Marina Leba soon

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Mit achterlichem Wind nach Darlowo

23.07.2019, Dienstag

 

Kolobrzeg – Darlowko(Rügenwalde),  

48.6 sm  

 8:10h   

 

Klaus ist früh wach und macht Stress. Er will auch alleine losmachen. Wir können ja weiterschlafen. Nix da. Ich bin lieber an Deck und ohne meinen warmen Tee geh ich nicht auf See. Unsere Tochter schläft noch. Ich habe bedenken sie nicht zu wecken, denn auf der Ostsee steht eine Welle und da ist es in der Heckkabine nicht so gemütlich.

 

Um 8 h schmeissen wir den Motor an. 10 min später sind wir los.

 

Auf der Parsente ist es noch richtig gemütlich. Doch in der Ausfahrt sieht man die Ostsee toben. Das sind definitiv mehr als die angekündigten 0,5m. Während in der Durchfahrt die Welle noch von vorne kommt, dreht sie danach relativ schnell auf den Backbord Bug. Was ein Geschaukel. Tapfer kämpft sich die Lady auf die Ostsee, bevor wir unseren Kurs anlegen können, kommt unser Töchterchen aus der Koje und füttert bald darauf die Fische. Papa das gibt Ärger!

 

Nachdem wir von etwaigen Sandbänken und Fischernetzen frei sind, müssen wir noch mal in den Wind und die Welle, um die Segel zu setzen.  Endlich legen wir Kurs Ost an und haben somit die Welle achterlich. Das ist dann schon angenehmer, trotz der 0,8m.

Aber richtig gut geht es mir heute nur an der Pinne, an der ich mich richtig wohl fühle. 

 

Mir ist das auch schon vorher mal aufgefallen, aber da ich nun 2 Stunden Nonstop an der Pinne bin, wird es mir richtig bewusst. Ein Phänomen, das die Ostseesegler unter Euch bestimmt auch schon beobachtet haben. Zu der konstanten Welle von gut 0.8m rollen immer wieder drei höhere Wellen von1.20m auf uns zu. (Vielleicht erinnert Ihr Euch, so eine Kombi wurde Klaus in unserem ersten Jahr zum Verhängnis: https://www.youngatheart-sailing.com/2016/07/19/wir-lassen-federn-oder-welche-fehler-man-vermeiden-sollte/)

 

Wie entstehen sie und warum immer im dreier Bündel? – Weiss das einer von Euch und kann mir das erklären?

Bei 11-17 kn Wind wird es ein anstrengender, aber schöner Segeltag.

 

Diesmal sind wir nicht allein. Weiter draussen auf dem Meer verfolgt uns ein anders Boot, aber es kommt nicht näher.

 

Vor Darlowo nehmen wir die Segel runter und hier sind unsere Verfolger fixer. Haben auch ein paar Hände mehr an Bord ;-)

 

Wir haben gerade die Genehmigung zur Einfahrt erhalten, da huschen sie vor uns rein. Für uns bedeutet das aufstoppen und wieder etwas rausfahren, da sie unseren Bug kreuzen. Als wir dann wieder so weit sind, kommt das Piratenschiff raus. Also nochmal abdrehen, denn ausfahrende Schiffe haben hier Vorfahrt. Vor der Einfahrt tanzt eine ganz schöne Welle und macht diese Manöver sehr unangenehm.

 

Wir machen uns keinen Stress, denn wir wissen, dass die Brücke erst zur vollen Stunde aufmacht. In der Zufahrt zur Brücke herrscht Welle, also legen wir uns steuerbords ins Vorbecken. Bald kommt auch die Najad (31oder 33f), die uns die ganze Zeit verfolgt hat, zurück und fragt wann die Brücke aufmacht. Die nächste Frage ist, ob wir die Strömung mit uns hatten. Hatten wir nicht – tja, zwei Boote, eine Regatta. Diese haben wir gewonnen, ohne uns Mühe zu geben. Ein bisschen stolz sind wir jetzt schon auf unsere Lady.

Endlich im ruhigen Wasser, warten auf die Brücke
Endlich im ruhigen Wasser, warten auf die Brücke
Restaurant und Bar Baltic Korona
Restaurant und Bar Baltic Korona

Um 16:20 haben wir festgemacht und sind froh über eine sehr gute Restaurant Empfehlung in Hafennähe.

24/25.07.2019

 

Aus den ursprünglich geplanten 2 Nächten werden wetterbedingt drei. Da sich dieses schon am Mittwoch morgen abzeichnet, machen wir einen Faulen und ich nutze die Möglichkeit eine Maschine Wäsche zu waschen. Dann gehen unsere Tochter und ich zum Strand. Schliesslich soll Rügenwalde das erste Preussische Seebad an der Ostsee sein. Viel sieht man hier nicht davon.

Der Strand ist hier leider total überfüllt. Alte Bäderkultur finden wir nicht . Vielleicht einfach von den ganzen Buden versteckt? Das gefällt uns nicht wirklich. 

Am Donnerstag morgen verlassen uns unsere netten 3 Nachbar Crews, die alle aus einem Hafen (glaube Grossenbrode war es) kommen, weil sie den richtigen Wind nach Westen haben.

 

Darlowko  Darlowo
Mit dem Wassertaxi von Darlowko nach Darlowo

Wir fahren mit dem Wassertaxi die 2km bis Rügenwalde, jetzt Darlowo um uns diese Stadt, die 1350 der Hanse beitrat, anzuschauen und natürlich das Rügenwalder Schloss. Rügenwalde wurde allerdings 1356 für 14 Jahre von der Hanse ausgeschlossen. Da sie sich im Krieg gegen Dänemark nicht an die Handelssperre gehalten hatte.

 

Auf der Wieprza
Auf der Wieprza
Entlang der Wieprza zurück zum Hafen
Entlang der Wieprza zurück zum Hafen
Anleger mit Strom für grosse Boote
Anleger mit Strom für grosse Boote

Rügenwalde ist eine der wenigen Städte, die im 2. Weltkrieg relativ unbeschädigt blieb, so auch das Schloss, das schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts ein Museum beherbergt.

 

Wir bummeln durch das Städtchen, das einen mediterranen Flair hat, gönnen uns so manche Leckerei, besuchen das Schloss und laufen dann gemütlich zurück zum Hafen.

 

Es geht früh in die Koje, denn morgen früh öffnet sich ein Wetterfenster, bevor sich am späten Nachmittag wieder starke Böen ankündigen.

Marina Darlowo
Marina Darlowo
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Von Dziwnów über Mrzezyno nach Kolobrzeg

20.07.2019, Samstag

 

Dziwnów – Mrzezyno      

34,3 sm  

5:09h

 

Eigentlich bietet das Wetter keine Voraussetzungen zum Segeln. 2kn aus NW sind für den Vormittag angesagt. Am Nachmittag soll er dann auf 11kn zunehmen, aber auch auf NO drehen.

 

Wir könnten bis Kolberg durchfahren, aber mich reizen eben auch die kleinen nicht so bekannten Häfen und dies ist in diesem Fall Mrzezyno an der Rega. Da dieser Hafen bei zu viel Wind und Welle eh nicht angelaufen werden kann (sh. Beschreibung unter Marinas), entschliessen wir uns, hier unseren Zielpunkt festzulegen.

Winga 87
Motoren und in der Sonne braten

Um 9:30 h legen wir ab. Noch weht kein Lüftchen und wir haben Gegenströmung von gut 0,5 kn. Es geht langsam voran.

 

Plötzlich ein Aufschrei unserer Tochter. Sie wurde von etwas, das sich in unserer Grossschot versteckt, angefaucht. Die Lautstärke, mit der Es das tat, war schon enorm. Ich habe erst an ein kleines Tier gedacht. Nun, unser blinder Passagier war ein Käfer. 

Blinder Passagier - erstaunlich wieviel Krach so ein kleines Insekt machen kann
Blinder Passagier - erstaunlich wieviel Krach so ein kleines Insekt machen kann

Er gedachte in der Leine sitzen zu bleiben und uns anzufauchen, sobald wir in seine Nähe kamen. Gut das wir kein Segel oben hatten ;-). 

 

Schon um 10:30 h dreht der Wind auf NOO  und frischt auf 5 kn auf. Wow. Jetzt haben wir nicht nur Strom sondern auch den Wind von vorn.

 

3 Std. später brist der Wind auf sage und schreibe 8 kn auf und wir haben keinen Gegenstrom mehr. Wir lassen die Genua raus und versuchen es für eine halbe Stunde mit kreuzen. Richtig Spass macht das nicht.

Einfahrt in die Rega, Mrzezyno
Einfahrt in die Rega, Mrzezyno

Die Einfahrt in die Rega ist sehr unscheinbar. Wir müssen schon suchen um sie, die tatsächlich sehr schmal ist, zu erkennen. Aber wenn man sich nähert ist sie übersichtlich, sprich man kann die auslaufenden Boote und Jet Skis gut erkennen. Langsam laufen wir in die Flussmündung ein und spüren hier schon eine Querströmung. Wie wird das wohl bei Schlechtwetter sein.

Winga 87, Segeln
FairLady im Hafen von Mrzezyno, Polen

Den Hafen, der wohl neu ist, finden wir am Ende der Ostmole.

Das Hafenmeisterbüro ist geschlossen, aber später kommt der Bosman, der perfekt englisch spricht, zum Boot.

Zum Abendessen gibt es den gebratenen Aal, den Klaus heute morgen in Dziwnów bei den Fischern erstanden hat. Nach dem Essen machen wir einen Spaziergang.

Winga 87, Kahla Porzellan
Abendessen an Bord
Mrzezyno, Polen, Marina
Sonnenuntergang über der Rega

Es ist mal wieder Kirmes im Ort. Wir schlendern an den Ständen vorbei zur Mole und machen einen kleinen Strandspaziergang. Wie wunderbar die Strände hier sind. Hinter dem Strand gibt es erstmal nur Pinienwald. Meer – Strand - Wald - einfach Natur.

 

Rega, Mrzezyno, Polen
Einfahrt in die Rega, Mrzezyno

21.07.2019, Sonntag

 

Während Klaus Brötchen holt, überlegen wir Frauen, ob wir wirklich, wie geplant eine 2. Nacht bleiben wollen. Ich kann es gar nicht an etwas bestimmtem festmachen. Ist es der Schwell, erzeugt von den Spass- und Fischerbooten, der uns heute Nacht durchgerüttelt hat, oder das man durch den halben Ort zu den Toiletten laufen muss…alles womit wir normalerweise kein Problem haben. Wir teilen uns Klaus mit und ihm geht es ähnlich. Also checken wir die Karte und den Wetterbericht.

Es sind gute 12 sm bis Kolberg und gegen 15:00h ist ein Gewitter angesagt. Ein Grund mehr die Leinen loszuwerfen. Wer weiss wie die See morgen ist. Dazu kommt der Wind aus West! Das verspricht schönes Segeln.

Auf der Persente in  Kolobrzeg
Auf der Persente in Kolobrzeg

Mrzezyno – Kolobrzeg   

 

3:17h

16,4 sm

 

Also Leinen los – bis wir abgelegt haben hat der Wind auf 7kn zugenommen. Mit den neuen Segeln, die ganz schnell oben sind, gibt das einen gemütlichen Schlag. Eine Stunde vor Ziel müssen wir dann aber leider wieder den Diesel anschmeissen, da der Wind einschläft. 

Vor der Einfahrt in die Parsente bitten wir Port Control um die Erlaubnis zur Einfahrt und mit einer freundlichen Begrüssung : «Good Day FairLady -All clear» dürfen wir einfahren. Nach dem Einlaufen in die Parseta (Parsente) müssen wir noch ein  Stück dem Flusslauf folgen, bis man die Gast Marina erreicht. Es herrscht ein Gewimmel von Partybooten und Jet Skis. 

Kolobrzeg Polen
Strandpromenade mit Leuchtturm von Kolberg

Am späten Nachmittag gilt es den Strand  und den Leuchtturm zu entdecken, welche nördlich vom Hafen liegen. Nach einem Spaziergang entlang Kirmesbuden – ja wieder – und am Leuchtturm vorbei (das Wahrzeichen der Stadt und auf dem alten Fort  Minde aufgebaut), über die Hafenmole und dann über die Strandpromenade, die erste, die wir entdecken, knurren plötzlich unsere Mägen.

 

Wir finden ein hübsches und wie sich herausstellt leckeres Restaurant mit Balkon mit Blick über die Ostsee. Hier lassen wir es uns gutgehen. 

Kolobrzeg
Aussicht vom Restaurant Pergola auf die Ostsee

Dann geht es weiter bis zur Pier, auf der sich eine Bar mit Livemusik befindet. Hier findet sich das betuchte Jungvolk Polens. Hinter der Promenade befinden sich diverse Hotels und Kurhäuser, sowie ein Kurpark, denn Kolberg ist schon lange ein anerkannter Kurort, speziell für Atemwegserkrankungen, aber auch für seine Solequellen. Eine solche verwechselt Klaus mit einer Trinkwasserquelle .... ;-)

Speedboot
Speedboot

22. Juli 2019, Montag

 

Heute halten wir uns östlich vom Hafen. Hier befindet sich der 2. Stadtteil von Kolberg. Den Kern bilden die Marienkirche und das alte Rathaus. Mehr gibt es nicht zu bewundern, da die Stadt im Krieg komplett zerstört wurde. Doch auf dem Weg dorthin, gibt es Geschäfte, Banken und auch eine Bäckerei. Zu spät für uns. ;-) Wir ziehen wieder etwas Bargeld und erledigen ein paar Einkäufe. Auf dem Marktplatz wird gefrühstückt. Dann besichtigen wir die Basilika.

Sorry, habe hier wohl nur gefilmt ;-)
Sorry, habe hier wohl nur gefilmt ;-)

Zurück zum Hafen spazieren wir entlang der Persente und werden dort von Berit und Eric auf ihre Octopus eingeladen. Wir waren schon vorher ins Gespräch gekommen und nun dürften wir ihr Schiff besichtigen, mit dem sie schon über den Atlantik und in der Karibik gesegelt sind. Natürlich sind diese Segelboote für uns immer interessant, da wir in der Zukunft von etwas ähnlichem Träumen. -  Aber abgesehen davon, sind die beiden Dänen ein so herziges Paar, das hier auch eine neue Freundschaft entsteht. Leider trennen sich unsere Wege wieder, da die Octopus gen Westen unterwegs ist und wir ja nach Osten...

Viel Spass an Bord der Octopus
Viel Spass an Bord der Octopus
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Auf zur polnischen Küste

Marina Kröslin, Winga87
FairLady, Marina Kröslin

15.07.2019, Montag

 

Gegen 11:00 sind wir in Kröslin und stellen fest, dass die Lady noch an Land steht. Wir suchen nach den Verantwortlichen, die uns zum Hafenmeister schicken. Dieser weiss Bescheid. Wir bekommen einen Termin zum Kranen für 13:00 Uhr. Um 13:00 soll der Leihwagen auch wieder in Greifswald sein. Bevor Klaus den Wagen nach Greifswald zurückbringt, bitte ich ihn noch zu checken, ob die Arbeiten des Segelmachers erledigt sind. Daria und ich gönnen uns eine Tasse Kaffee, respektive Kakao und warten auf das Kranen.

Die Lady kitzelt schon mit dem Kiel die Wasseroberfläche, als Klaus wiederkommt. Gemeinsam verholen wir sie zum Liegeplatz und überlegen noch heute wenigstens bis Wolgast zufahren, als Klaus feststellt, dass die Arbeiten am Mast doch noch nicht abgeschlossen sind. Die Mastbeschläge für die Lazy Jacks müssen noch angenietet werden.

 

 Sofort rufen wir in Greifswald an. Leider ist unser Ansprechpartner zurzeit im Auslandseinsatz und man versucht uns zu vertrösten oder doch mit dem Schiff noch mal nach Greifswald zu kommen – wie bitte, ohne in der Lage zu sein die Segel zu hissen? Sicher war das mit uns kein leichtes Unterfangen, aber uns wurde versprochen, das alles zum angegebenen Termin fertig ist. Nach Rücksprache mit dem Chef bekommen wir dann für Dienstagvormittag doch noch einen Termin. 

16.07.2019, Dienstag

 

Morgens erscheinen die Mitarbeiter der Tuchwerkstatt und die letzten Arbeiten am Mast werden erledigt.

An dieser Stelle möchte ich mich bei Sebastian Hentschel von der Tuchwerkstatt in Greifswald bedanken, der trotz erschwerter Umstände seinen Zeitplan eingehalten und uns im Vorfeld sehr gut beraten hat. Es sei ihm verziehen, dass bei dem ganzen Kuddel Muddel vergessen worden ist, das Segelzeichen anzubringen. Das bekommen wir auch später noch hin.

Marina Kröslin
Wir verlassen Kröslin
Peenemünde
Peenemünde

 

Kröslin - Wolgast - Rankwitz    

 

6:35h 

 

22,3 sm bis Wolgast   1:34h 6.2sm

Ca. 14.00 Uhr ablegt, an Wolgast 15:34h

Abgelegt 17:41h, Brückenöffnung 17:45h

An Rankwitz 20:25

 

Um 14:00 heisst es dann endlich «Leinen Los»

 

Mit einem kurzen Abstecher durch den Peenemünder Hafen, um Daria die Museumsschiffe zu zeigen, geht es weiter bis Wolgast, wo wir auf die Brückenöffnung um 17:45h warten müssen. 

Achterwasser
Achterwasser

Leider ist die Öffnung an der Zecheriner Brücke nur 3 Stunden später und damit für uns nicht zu schaffen. Wir entscheiden uns bis Rankwitz zu fahren. Da Wind und Welle moderat sind kann man hier gut am Gästesteg liegen, der in den Peenestrom hineinragt. Das Fischrestaurant, das uns von Wieland empfohlen wird, machte leider schon um 20:00h zu. Zumindest ist noch jemand da, bei dem wir uns anmelden können und so ist der Weg zu den Sanitäranlagen frei.

In unseren Vorräten finden wir noch Spagetti und Tomaten-basilikum- Sauce, wir werden also nicht verhungern. Wir geniessen einen tollen Sonnenuntergang über dem Achterwasser und es geht früh in die Koje.

Rankwitz
Rankwitz Gästeanleger

 

17.07.2019, Mittwoch

Rankwitz – Swinemünde    

9:14h

47 sm

 

Früh werden die Leinen losgeworfen, da wir die Zecheriner Brücke um 8:45h nehmen wollen.

 

Mit einem leichten NW, schwankend um die 8 kn geht es unter Genua und Motor bis zur Brücke. Eine schöne Stimmung auf dem Wasser.

Zecheriner Brücke
Fischer vor der Zecheriner Brücke
Hubbrücke Karnin
Hubbrücke Karnin

Bald sind wir auf dem Stettiner Haff. Und nun setzten wir zum ersten Mal unser neues Gross und die Genua. Wow, was für ein Unterschied. Trotz wenig Wind aus inzwischen NO machen wir 4,5 kn über Grund. Wegen der vielen Stellnetze geht es über das Haff Tonnenstrich bis zum Kaiser Kanal (oder Kanal Piastowski, wie er heute heisst).

 

Wir wären gerne über Wollin nach Dziwnów gefahren, aber für die Wolliner Brücke sind wir 40 cm zu hoch – Schade. 

Stettiner Haff
Stettiner Haff
Winga87,  Kaiser Kanal/Kanal Piastowski, Polen
FairLady auf dem Kaiser Kanal

Nun geht es durch den Kaiserkanal nach Swinemünde.

 

In Swinemünde tauschen wir erst mal Zlotys und kaufen noch ein paar Kleinigkeiten ein. Mehr zum Hafen hier ☸️

 

An der polnischen Küste gibt es diverse militärische Sperrgebiete. Über deren Öffnungszeiten und eventuell andere auftauchende Hindernisse sollte man sich auf der Seite des HYDROGRAPHIC OFFICE OF THE POLISH NAVY schlau machen, bevor man einen Hafen verlässt um entlang der polnischen Küste zu segeln.

 

Wir haben Glück, das Militär macht Sommerpause und alle Sperrgebiete sind offen. Wind (wenn auch  schwacher NNO ab dem späten Vormittag) und Wetter stimmen auch, also blos weg.

☸️ Über die Ostsee nach Dziwnów

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Ostsee Trilogie von Patricia Koelle

Ostseetriologie
Ostseetriologie

 

 

 

 

 

 

 

 

Band 1   Das Meer in deinem Namen

 

Band 2   Das Licht in deiner Stimme

 

Band 3   Der Horizont in deinen Augen

 

 Die Sehnsucht nach mehr Meer und ins besondere der Ostsee wird einem in diesen Büchern ins Herz getragen. Man hört das Wellenrauschen, fühlt den Sand unter den Füssen und den Wind in den Haaren. 

 

Parallel werden die Lebensgeschichten zweier erst so unterschiedlicher Frauen erzählt, die dann doch auf so schöne Weise zusammenfinden. Ein bisschen Fantasie und auch ein bisschen Geschichte fügen sich hier spannend und harmonisch zusammen. Und über allem hängt der Zauber der Ostsee. 

 

Im 2. und 3. Band werden eigenständige Geschichten erzählt, die dann aber doch wieder zu den Protagonisten des 1. Bandes zurückführen und uns schliesslich zur Lösung der kleinen Geheimnisse führen, die uns seit dem ersten Band begleiten.

 

Zum Inhalt findet Ihr genug im Netz. Ich hasse spoileralarm. Nur so viel, sie machen süchtig. Und wenn das kein Jahrhundertsommer wird, dann schnappt Euch diese Bücher und mit einem heissen Tee ab in die Koje. Dann kommt der Sommer von ganz allein….

 

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Newport-Marina Lübeck

Hansa Hafen Lübeck
FairLady, Winga 87, vor der Drehbrücke im HansaHafen Lübeck

 

 53°54 50 N

 10°41 78 E

(Stand 2018)

 

Obwohl ein Stadthafen, hat mir dieser Hafen gut gefallen. Man hat einen schönen Blick auf Lübeck und am gegenüberliegenden Kai liegen die Traditionsschiffe. Ein schöner Anblick. Von hier kann man gut zu einer Stadtbesichtigung starten.

 

Man liegt wettergeschützt an Fingerstegen auf Steuerbord beim Einlaufen, auf die man Abends nur mit Code kommt.

Tagsüber findet der Fährverkehr von den Ausflugsdampfern statt, da man dann aber wohl eher in der Stadt ist, ist das nicht störend.

 

Der Hafen kommt einem erst nicht ganz günstig vor. Du zahlst zur Bootslänge auch noch pro Person/Nacht 2€. Da stockt man erst. Aber dafür ist das Duschen inbegriffen, was an der deutschen Ostseeküste leider meist noch nicht der Fall ist.  

 

Die Sanitäranlagen sind sehr gepflegt. 

 

Den freundlichen Hafenmeister findet man im Restaurant direkt am Hafen.

 

Versorgungsmöglichkeiten sind ein Stück entfernt, aber fussläufig zu erreichen. Dafür gibt es genug Bars, Cafés und Restaurants in der unmittelbaren Umgebung.

 

 

Bei der Anfahrt mit Segelboot nach Lübeck, achtet auf die Öffnungszeiten der Eric-Wartburg-Brücke. Am Besten im Internet checken, da sich die Zeiten wohl jährlich ändern. Die Angaben in den Seekarten stimmen nicht, oder nur durch Zufall ;-) 

Hansa Hafen Lübeck
Abendlicher Blick aus dem Cockpit
Hansa Hafen Lübeck
Yachthafen mit Sanitär Steuerbord beim Einlaufen

Lübeck ist es wert angelaufen zu werden, wie ihr auch hier noch mal nachlesen könnt:

Sightseeing -Tour durch Lübeck

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Saisonende in Ueckermünde

Stadthafen Ueckermünde, Stettiner Haff
Stadthafen Ueckermünde

19.08. – 21.08.2018

 

Uns gefällt es im Stadthafen, also bleiben wir hier und nutzen den Tag um klar Schiff zu machen und zu waschen. Klaus repariert den Spi Baum.

Zu Fuss erkunden wir den Ort und suchen das Holzkontor, wo unser Schiff ins Winterlager soll.

 

 

 

 20.08.2018

Ueckermünde Stadthafen – Holzkantor Ueckermünde 

 

Das Ablegemanöver fahre ich, während Klaus die Leinen macht. Dann geht es zum Holzkontor, wo wir uns einen Platz zu weisen lassen und besprechen, was im Winterlager an Arbeiten erledigt werden soll.

Das Holzkontor hat einen kleinen Marinebedarfsladen. Hier können wir unsere Rettungswesten abgeben, die diesen Winter zum Service müssen.

 

Alle Mitarbeiter sind sehr nett und hilfsbereit und so fühle ich mich schon etwas besser die Lady in fremde Hände zu übergeben.

 

Wir bekommen eine grosse Kiste zum Boot gebracht, wo wir alle Dinge stauen können, die trocken gelagert werden sollen.

Am nächsten Morgen kommen die letzten Dinge in die Kiste und wir übergeben die FairLady vertrauensvoll an das Holzkontor. Dann geht es für uns mit Bahn und Flieger nach Hause. Zu Hause angekommen, haben wir schon die ersten Bilder von der Lady an Land per SMS bekommen.

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Hafenkino vorprogrammiert

Montag, 6. August 2018

 

Kirchdorf/ Poel - Stadthafen Rostock  

63.8 sm

10:20 Std

 

Auf Grund der Motorreparatur legen wir erst um 11:50 ab. – Es ist wie verhext. Mehr als 4 kn Wind haben wir nicht und so läuft der Volvo, unter ständigen Kontrollen. 

Kogge Wismar
Wismarer Kogge

 Am Horizont taucht die Wismarer Kogge auf. Ein original getreuer Nachbau der Koggen, die vor gut 500 Jahren für die Hanse die Waren über die Ostsee geschippert haben, damals noch ohne Motor.

 Mit 5 kn Fahrt über Grund tuckern wir dahin. In Höhe Rerik frischt es auf 6kn auf. Wir setzten Gross und Genua, wenn das auch nur einen Knoten ausmacht.

Die Hitze ist kaum auszuhalten (33°C i.S.) und ermüdet uns. Von der Pinne haben wir uns schon lange verabschiedet und während einer am Ruder im Deckshaus sitzt, darf der andere die Kühle des Salons geniessen. 

 Bald steht die Sonne auf dem Heck. Ich bastle mir aus Tüchern einen Sonnenschutz. Und dann springt auf der Backbordseite ein Schweinswal aus dem Wasser! Ach hast Du es gut! Wie gern würde ich jetzt mit Dir schwimmen.......

Am späten Nachmittag passieren wir Kühlungsborn und entscheiden uns bis Rostock weiterzufahren. Die Hanse Sail startet Ende der Woche und so haben wir vielleicht noch eine Chance, einen Liegeplatz zu ergattern. 

 

Schon jetzt sehen wir vereinzelt Traditonsschiffe. Bei der Einfahrt in die Warnau liegen schon einige in Warnemünde am Kai.

Traditionsschiff Hansesail
ein fliegender Niederländer
Traditionsschiff Mercedes
Die Mercedes vor Stralsund

Während wir die Warnau nach Rostock hochtuckern versetzt die untergehende Sonne alles in ein goldenes Licht.

Warnau
Einfahrt in die Warnau
Traditionsschiffe Warnemünde/Warnau
Warnemünde an der Warnau
Warnau
Warnau

Und dann erreichen wir total fertig nach 10 Stunden den Rostocker Stadthafen und finden auch noch ein Plätzchen am Steg. Es gibt keinen Wind, kaum Strömung und trotzdem verseppeln wir den Anleger aber sowas von gekonnt, dass die Crew der Emma uns zur Hilfe kommt. Ich möchte nicht wissen, wie sie sich noch über dieses Manöver amüsiert haben. Ich selber war so k.o. das ich gar nicht mehr weiss, was wir da eigentlich gemacht haben....nur das die Kommunikation gar nicht geklappt hat..... zumindest bekamen wir noch den gutgemeinten Ratschlag, das Boot gut zu vertäuen, bevor wir in die Stadt gehen. Ich konnte ihnen noch nicht mal böse sein.... 😅

 

Falls Ihr hier mit lest, danke noch mal😉

 

Rostock Stadthafen
Einlaufen in den Rostocker Stadthafen kurz vor Sonnenuntergang
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Anreise nach Lübeck

Elbe, Hamburger Yachthafen, Wedel
Elbe mit Hamburger Yachthafen, Wedel

 

30.7./31.7.2018, Montag/Dienstag

 

Endlich! Die letzten 6 Wochen kamen mir unendlich lang vor. Wir nehmen den Abendflieger nach Hamburg und werden mit einem wunderbaren Sonnenuntergang über der Elbe empfangen. Mit dem Leihwagen (wir nehmen immer gern, weil günstig Buchbinder Global) geht es nach Schwartau, wo die FairLady schon auf uns wartet. Um 23:00 Uhr mit schwüler Aussentemperatur von noch immer 24°C erreichen wir das Boot.

Man merkt, der Sommer war bisher gut. Noch nie hatten wir Spinnennetzte an Bord. Na, sie haben uns wenigstens anderes Ungeziefer von Bord gehalten. ;-).

 

Wir sind müde und richten uns nur provisorisch ein. Am nächsten Morgen geht es noch schnell zu awn (bootsbedarf). Ich möchte Mücken Netze für die Luken haben, denn ich habe noch gut in Erinnerung, was für eine Mückenplage wir im Peenestrom 2009 hatten. Klaus grummelt. Er kann sich nicht erinnern und glaubt nicht, dass wir das brauchen…. wir werden sehen.- Leider bekomme ich nur Zwei für die Salonluken. Die kleinen haben sie nicht.

 

 Dann geht es zum Einkaufen des Proviants. Vor allem Trinkwasser möchte ich viel bunkern, haben wir doch die Erfahrung gemacht, das Supermärkte meist weit vom Hafen entfernt sind.

Teerhofinsel, Hansa Werft
Unser Liegeplatz auf der Teerhof Insel, Hansa Werft

Teerhofinsel - Lübeck

 

13 sm

Motorstunden 1:46

 

Wieder am Boot wird alles gestaut und dann heisst es um 16:00Uhr endlich «Leinen los». Inzwischen ist die Temperatur auf 38°C gestiegen. Unter einer Wolkendecke weht kein Lüftchen. Einzig der Fahrtwind verschafft etwas Abkühlung. Wir lassen uns Zeit, damit wir nicht zu früh an der Eric-Warburg-Brücke sind und müssen dann trotzdem noch warten. (Anmerkung: die Öffnungszeiten ändern sich jedes Jahr und stimmen nicht mit der Seekarte überein. bitte im Internet schauen!)

Es geht nur ein Stück die Trave hinauf bis Lübeck City Hafen, Hansa Hafen. Denn Lübeck ist die erste Hansestadt auf unserer Route, die wir uns anschauen möchten.

 Nach dem Anlegen und Anmelden um 17:36 verziehen wir uns erst mal unter Deck. Erst gegen 20:00 Uhr gehen wir Duschen und erkunden danach die Flusspromenade und enden schliesslich zum Sundowner in einem Irish Pub. Danach ist der Abend gelaufen… Hitze und Alkohol machen uns total fertig. – Mitten in der Nacht werden wir von einem Gewitter geweckt. In Windeseile machen wir die Luken dicht und verstauen die Elektronik im Backofen…. grade noch so, dann schüttet es wie aus Eimern......

Hansa Hafen , Lübeck
FairLady vor der Kulisse der Lübecker Altstadt

Fotos können zum Vergrössern angeklickt werden! - Gefällt Euch diese Art der Darstellung oder findet Ihr eine Slide show besser?

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Let's Talk

Ihr verfolgt unseren Blog, unsere Reise um die Ostsee und würdet euch gern mit uns unterhalten? – Vielleicht habt Ihr es schon entdeckt? Es gibt jetzt den Live Chat. Gerade wenn wir unterwegs sind und Ihr Fragen habt, wollt wissen wo wir sind, ein Bierchen mit uns trinken oder uns die Highlights Eurer Stadt zeigen, verraten wollt. Traut Euch!!! Wir freuen uns Euch kennen zu lernen! Eure Anfrage bleibt für 48 Stunden gespeichert, dann wird sie automatisch gelöscht. Solange könnt Ihr auch auf dem Gerät, auf dem Ihr die Anfrage gestellt habt, sehen ob wir geantwortet haben. Wir bemühen uns, so schnell wie möglich zu antworten - wenn wir Netz haben.  Ich bin schon gespannt auf die zweite Anfrage ;-)

LG Anja

 

 

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Travemünde

Blick auf das Seebad an der Trave, Travemünde
Blick auf das Seebad an der Trave

Mo, 11.06.2018

 

Guten Morgen aus Travemünde! Wir setzen mit der Fähre zur Travemünder Promenade über und spazieren hinunter bis zur Mole an der Mündung zur Ostsee. Es gibt die üblichen Tourigeschäfte, Cafés und Fressbuden. Die alte Bäderarchitektur verschwindet hinter den ganzen Sonnenschirmen und Verkaufsständen. Am besten sieht man sie wohl vom Wasser. Auch Niederegger ist hier mit einem Café vertreten. An der Mole macht Klaus einen Cache, während ich fotografiere. Der Strand mit seinem schönen Abenteuer Spielplatz hat was, wäre da nicht dieser Klotz von Maritim Hotel, gebaut in den 70zigern. Ich werde nie begreifen, wie man eine schöne Küste so sinnlos verschandeln kann..... Der älteste Leuchtturm Deutschlands ist hier zu besichtigen, aber nicht mehr in Betrieb – steht ja das Maritim davor ;-)

Leuchtturm Travemünde, ältester Deutschlands
Leuchtturm Travemünde

Fast Gegenüber liegt der Passat Hafen, genannt nach einem der letzten P-Liner, der Passat, die hier als Museumsschiff vertäut liegt.  Die P-Liner der Hamburger Reederei Laeisz waren bekannt als schnelle und sichere Frachtensegler (http://blog.sbb.berlin/acht-schwestern-die-letzte-aera-der-grossen-frachtsegler/) Die Passat möchten wir uns gerne anschauen und setzen mit der hiesigen Fussgängerfähre wieder über.

Die Passat, Museumsschiff, Travemünde
Die Passat

 Ich kann nur Bewunderung für diese edlen Schiffe empfinden und staune über ihre tiefen Bäuche, in denen hauptsächlich Salpeter transportiert wurde.

Niederegger Marzipan Eis
Niederegger Marzipan Eis

 

Da am Passathafen gerade eine Grossbaustelle ist, wechseln wir nach der Besichtigung wieder zum anderen Ufer und diesmal komme ich, als Marzipanliebhaberin, nicht am Niederegger Café vorbei, ohne mir ein leckeres Eis zu gönnen, natürlich mit Marzipan Eis.

Um 13.20 Uhr verlassen wir den Rosenhof Yachthafen und fahren gemütlich die letzten 13 sm bis zur Teerhof Insel. Die Landschaft entlang der Trave macht teils noch einen sehr urtümlichen Eindruck und ich stelle mir vor wie hier vor gut 800 Jahren, zur Blütezeit der Hanse, die Koggen zwecks Handel über die Trave ins Baltikum und nach England aufgebrochen sind. 

Trave
Trave

Am späten Nachmittag vertäuen wir die FairLady das letzte Mal für diesen Urlaub an der Hansa Werft auf der Teerhof Insel, die uns einen fantastischen Preis macht. Wir kochen uns aus den Resten ein schönes Mahl und machen am nächsten Morgen klar Schiff. Mit der Bahn geht es dann ganz unkompliziert von Lübeck zum Hamburg Airport und zurück nach Hause. 

FairLady, Winga 87, Hansa Werft Lübeck
FairLady

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Windkapriolen

Einfahrt in die Trave mit Maritim Hotel, Travemünde
Einfahrt in die Trave mit Maritim Hotel voraus

So, 10.06.2018

 

 

Es ist etwas kühler geworden, aber immer noch fast windstill. Daher beschliessen wir noch zu tanken. Die Tankstelle macht sonntags erst um 11 Uhr auf. Da der Anleger an der Tanke noch belegt ist, legen wir uns vor der Tanke längsseits und verholen das Boot dann nur mit den Leinen einmal ums Eck!  Wieder ein neues Manöver, das auf Anhieb geklappt hat! 

 

 

 Windfinder sagt, der Wind soll ab 14 Uhr zunehmen. Bei 5 kn verlassen wir den Hafen, aber auch ausserhalb der Fehmarner Bucht ist nicht viel mehr Wind. 

Tankstelle Burgstaaken
Manöver mit Leinen

Dann um 13 Uhr endlich ein Lüftchen! 14 kn von einer Minute auf die andere! Die Segel gehen hoch, der Motor aus......Stille, diese wunderbare Stille!!! 10 min später 19 kn. Leicht legt sich die Lady auf die Seite und mit Kurs Travemünde gleitet sie mit 6kn durch das Wasser. Endlich Segeln pur, welches uns ein breites Grinsen aufs Gesicht zaubert.

 

1 1/2 Stunden herrliches Segeln, dann zieht Steuerbord eine schwarze Front auf und die bringt mehr Wind, viel mehr Wind! Erst wird nur die Genua gerefft, dann eingeholt. Doch dann entschliessen wir uns, solange es noch möglich ist, das Gross zu reffen, aber dann holt Klaus es ganz ein. Eine weise Entscheidung. Denn plötzlich bläst es mit 25kn und wir machen mit der wieder gestellten gerefften Genua 6 kn Fahrt durchs Wasser. – Eine Stunde dauert der Spuk, dann sind kurz vor Travemünde nur noch 14kn Wind.... natürlich jetzt auf den Bug. Es wird ein bisschen gekreuzt und überlegt ob wir das Gross wieder setzen sollen. Da uns die schwarze Wand immer noch begleitet, entscheiden wir den Motor mitlaufen zu lassen und verzichten auf das Gross. 

Travemünde, Maritim Hotel
Travemünde, Maritim Hotel

 Die FB Crew gibt uns Hafentipps. Jemand gibt uns sogar genaue Anweisungen zu einem freien Liegeplatz an der Überseebrücke. Ihr seid einfach toll! Letztendlich entscheiden wir uns aber für den ruhiger gelegenen Yachthafen Rosenhof. Dort liegt das Boot doch etwas ruhiger, doch mit der Fähre ist man gleich an der Promenade. 

 

Rosenhof Yachthafen, Travemünde
Fähre auf der Trave passiert den Rosenhof Yachthafen

Da es mittlerweile 18 Uhr ist, machen wir nur noch klar Schiff, unterhalten uns mit unseren netten Nachbarn und gehen dann essen.

 

Zwischenzeitlich habe ich mich mit diversen Marinas an der Trave in Verbindung gesetzt. Denn jetzt heisst es, unsere Lady für ein paar Wochen gut zu vertäuen, bis wir wieder die Leinen loswerfen dürfen.

Von meiner favorisierten Marina, der Hansa Werft auf der Teerhofinsel, habe ich eine positive Antwort bekommen. Da geht es dann morgen hin....

☸️ Travemünde 

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Düse im Fehmarnsund/Insektenüberfall

Kieler Förde
Kieler Förde

Fr/Sa, 08.06.-09.06.

 

 Hat man uns nicht gesagt, der Wind weht auf der Ostsee im Sommer meisst von West. Nun ich kann das so gar nicht bestätigen – aber vielleicht ist das Wetter ja auch kaputt...

 

Nach einem perfekten Ablegemanöver mit Eindampfen in die Vorspring geht es auf die Kieler Förde. Fast spiegelglatt ist das Wasser. Noch liegt der Morgendunst über allem und die sonst so befahrene Förde liegt traumhaft schön vor uns.  Ab Laboe werden die Wellen länger und minimal höher. Wir gehen auf Kurs Ost, setzten Gross und Genua bei gut 10kn NO und prompt schläft der Wind auf 6kn ein. Dann bleibt die Unterwasser Genua halt an....

Marine Denkmal Laboe, Kieler Förde
Marine Denkmal Laboe am Ausgang der Kieler Förde

Wir entscheiden uns 2 Nächte auf Fehmarn zu verbringen und fragen die FB Crew um Rat, denn wir möchten uns Fahrräder ausleihen und die Insel erkunden. Umgehend bekommen wir einige gute Tipps.

 

Kurz vor Fehmarn passieren wir mit der FairLady das erste Mal den 11. Längengrad – wir sind wirklich auf dem Weg nach Osten -  yeah!!!! Und dann sichten wir Schweinswale an Backbord – bringen sie uns Glück für unsere Reise?

 

Wir entscheiden uns für einen der Häfen vor der Fehmarn Sundbrücke, revidieren unsere Entscheidung aber, als wir kurz vor Ansteuerung der Bucht, von einem Insekteninferno (stechende und nicht stechende - gruselig) heimgesucht werden. Vielleicht, haben wir die Hoffnung, ist es auf der anderen Seite der Insel besser und entscheiden bis Burgstaaken weiter zu segeln. 

Fehmarnsundbrücke, Winga87
Fehmarnsundbrücke voraus

Und dann passiert etwas, womit wir gar nicht gerechnet haben. Die Segel sind schon unten, da frischt der Wind auf gut 17kn auf - natürlich von vorne. Wie wir später erfahren, lässt es hier öfter mit 1-2 Bf mehr pusten. Ein Düseneffekt, der sich zwischen Fehmarn und dem Festland bildet. Man lernt nie aus.

Direkt nach der Brücke setzen wir noch Mal die Genua, denn um Burgstaaken anzulaufen, müssen wir auf Grund der Tiefe eh erst den Kurs etwas südlicher setzen. 12kn bläst es noch als wir nach 9 ½ Std. auf dem Wasser, in Burgstaaken längsseits in der Marina festmachen.– Ich bin stolz auf uns. 2 Jahre hat es gedauert, aber so langsam werden wir ein eingespieltes Team. UND keine Insekten, null -nada, yippy!!!!

Marina Burgstaaten, Fehmarn
Marina Burgstaaken

 

Hafentag

 

Früh am Morgen schleicht sich Klaus von Bord und kommt mit einem Kilo Dorsch zurück! Mal wieder hat er die Fischer abgepasst, als sie gerade in den Hafen kommen. Gut gemacht! Das Abendessen ist gesichert.

Fischereihafen Burgstaaten, Fehmarn
Fischereihafen Burgstaaken

Wir vertrödeln den Morgen, kommen nicht so recht in die Pötte und als wir dann endlich am Fahrradverleih am Silo sind, sind alle Räder weg. Mist! Aber dann bekommen wir den Tipp, dass es wohl noch einen kleinen privaten Verleih gibt und siehe da, eine halbe Stunde später radeln wir nach Burg.

Rathaus von Burg, Fehmarn
Rathaus Burg, Fehmarn

Das Städtchen an sich ist richtig schnuckelig - wenn es nicht so kolossal von Touristen überlaufen wäre. Wir holen uns einen kleinen Snack und folgen dem Radweg weiter bis Puttgarden um uns den grossen Fährhafen anzuschauen. Nun ja, das hätten wir uns sparen können, gäbe es dort am Hafen nicht dieses riesige dänische Hausboot, das einen Supermarkt beherbergt. Wir wollen eigentlich nur Wasser, staunen aber nicht schlecht als uns Leute mit überdimensionierten Einkaufswagen entgegenkommen, voll mit Alkohol jeder Couleur. Und dann werden wir, IKEA mässig durch den ganzen Laden, welcher eine Verkaufsfläche von sage und schreibe 6000qm hat, geführt. Vier Stockwerke NUR Alkohol, bestimmt 150 qm nur Rum, nur Gin, nur Whisky, Sekt, Wein, Mischgetränke und dann kommt das Dachgeschoss, na was glaubt Ihr?! – Nur Süsses! Hier habe ich endlich mal fotografiert – man muss ja Prioritäten setzten ;-) Dann geht es mit der Rolltreppe wieder runter zu den Kassen und hier, endlich, finden wir ein paar Softgetränke und Wasser....

Von Puttgarden schlagen wir uns zur Ostküste durch und folgten einem landschaftlich wunderschönen Radweg, über den höchsten Punkt Fehmarns, entlang der Küste. Schade das wir so spät aufgebrochen sind, sonst hätten wir uns noch mehr Zeit lassen können. Den Leuchtturm Staberhuk müssen wir auslassen, weil uns eine schwarze Unwetterfront nun doch immer näherkommt und wir nicht das Risiko eingehen wollen mitten im Nichts von einem Gewitter überrascht zu werden.

Was ich vermisse sind die Reetdächer. Das letzte Mal war ich vor 35 Jahren auf Fehmarn. Ich meine, da hätte es noch viel mehr reet gedeckte Häuser gegeben.

Zurück auf der FairLady kocht Klaus uns den leckeren Dorsch und wir planen unsere Fahrt für Morgen. Zumindest für den Vormittag ist wieder kaum Wind angesagt. Dann werden wir halt spät auslaufen.....

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Chaos an der Schleuse und Reparaturen am Tiessenkai

Nord-Ost-See-Kanal, Lebensdauer Hochbrücke, Winga87
Nord-Ost-See-Kanal, Levensauer Hochbrücke

Mit ab und an Entwässern des Motorraums geht es von Rendsburg weiter nach Holtenau. 

An der Schleuse haben wir keine Chance an den Bezahlautomaten zukommen, so viele Boote liegen dort schon am Steg und im Päckchen.

Die Kommunikation zwischen Schleuse und Seglern funktioniert diesmal. So sollte es sein. Holtenau hat dazu gelernt und wir Segler danken dafür. Nimmt es auch für uns etwas Stress aus der Situation. Nur ein Segler meinte, seine private Konversation über den Kiel Kanal zu führen und reagierte überhaupt nicht auf den wirklich netten Aufruf der Schleuse doch bitte den Kanal zu wechseln. Eine Stunde warten wir noch, dann wird geschleust. Oben an der Schleuse wird kontrolliert, ob man bezahlt hat. Ich versteh die Welt nicht mehr, denn ich hatte ja gelesen, dass man auch am Tiessenkai bezahlen kann. Aber die Kontrolleure haben Verständnis und natürlich haben wir unseren Obolus am Tiessenkai bezahlt. Aber da muss man sich definitiv noch etwas einfallen lassen. Wenn all die Segler, die am innen liegenden Bezahlautomaten festgemacht haben und auch dort liegen blieben bis zur Schleuseneinfahrt, nicht festgemacht hätten, wäre das Chaos vor der Schleuse noch grösser geworden. 

Schleuse Kiel-Holtenau, Nord-Ostsee-Kanal
Schleuse Kiel-Holtenau
Lock Kiel Holtenau
Schleuse Kiel Holtenau

 

Wir legen an der Marina Kiel - Holtenau, in unmittelbarer Nähe zum Tiessenkai an. Dort finden wir auch den Bezahlautomaten für den NOK. Während die Jungs auf den Mechaniker warten, gehe ich zum nächsten Sky Supermarkt, wo ich uns auch gleich mit Bargeld versorgen kann. (als Postbank Kunde kann ich an der Kasse Geld abheben)

Marina Kiel-Holtenau
Marina Kiel-Holtenau
Marina Kiel-Holtenau
Marina Kiel-Holtenau

Herr Üctepe lässt nicht lange auf sich warten und findet sehr schnell den Grund für unser Problem: Der Simmering der Wasserpumpe hat sich verkanntet und herausgedrückt. Anscheinend war der Wasserfluss vom Volumenstrom her eingeengt. Dem zu Folge leckte die Wasserpumpe bei ca. 2000 u/min mit einem Tropfen pro Sekunde und setzte seid Wedel die Motorbilge unter Wasser. Wir hatten unserem MisterVolvo letzten Herbst einen neuen Impeller (Flügelzellenrad) gegönnt. Der machte anscheinend zu viel Druck. Druck, auch weil wir beim Einbau des Wasserfilters gezwungen waren Messingreduzierstücke in die Kühlschläuche einzubauen. Die Schläuche, die man uns damals verkauft hatte, waren wohl komplett ungeeignet. Man lernt nie aus!

 

Also wird ein neuer Simmering eingebaut und die Schläuche werden auch gleich getauscht – weg mit den Messingreduzierstücken.

 

Da es bei Arbeiten im Motorenraum sehr eng wird auf der FairLady, zeigt Klaus D.-L. mir denTiessenkai und wir trinken einen Kaffee zusammen.

Wir bedanken uns noch mal für die schnelle und qualifizierte Hilfe bei Cetin Üctepe von BMH und bei Klaus D.-L. fürs Organisieren.

 

Klaus, Ironie an:»Ihr glaubt gar nicht wieviel Spass es gemacht hat, jeden Abend die Motorbilge mit dem Schwamm zu entwässern, weil die neu gekaufte Handpumpe nicht ihren Zweck erfüllte.»Ironie off.

 

 Nun müssen wir uns auch von Klaus D.L. verabschieden, der schon sehnsüchtig von seiner Frau erwartet wird - Schade! War schön mit Dir, lieber Klaus!

 

Klaus und ich beschliessen heute Abend am Tiessenkai essen zugehen und morgen nach Fehmarn aufzubrechen.

Marina Kiel-Holtenau
Marina Kiel-Holtenau

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gute Nacht von der FairLady

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Wasser im Motorenraum

Elbe ©AnjaRathmer-Volkmann
Elbe

Glückstadt:

Heute Morgen verholen wir die FairLady an den Nord Kai vor der Schleuse, wo uns schon ein grinsender Hafenmeister erwartet und unsere Leinen annimmt – weiss er wohl, dass wir den langen Weg um das Hafenbecken scheuen, um zu den Duschen zukommen ;-)

 

Dann beim üblichen Check bevor wir die Leinen loswerfen:

Wasser im Motorenraum

 

Mit Schrecken stellt Klaus bei der Ölkontrolle fest, dass der Motorraum nass ist. Die Motorbilge steht randvoll mit Wasser. Zuerst trocknet er die Bilge und den Motorraum um dann der Ursache auf den Grund zu gehen. Erst können wir es uns nicht erklären, doch bei der Weiterfahrt stellt er fest, das Wasser an der Antriebswelle direkt hinter der Wasserpumpe austritt. Verflixt! Spannend sollte es ja werden, unser Ostseerund - aber doch nicht so......

 

Da der Wasseraustritt aber auch nicht so dramatisch ist, (Die Wasserpumpe leckt bei ca. 2000 u/min mit einem Tropfen pro Sekunde ) dass es nicht bis Kiel warten kann, nimmt unser Gast Klaus D.-L. Kontakt zu seinem Motorschlosser in Kiel auf. Dieser ist bereit uns in Holtenau zu treffen und einen Blick auf unser Dilemma zu werfen.

 

Somit setzen wir unsere Weiterfahrt bis Rendsburg, unter ständigen Kontrollen und entfernen des Wassers, mit einem Grummeln im Bauch fort. Sollte uns unserer, bis hier hin doch so verlässliche Motor, jetzt im Stich lassen?

 

Na wenigsten das Schleusen klappt wunderbar ;-) Nicht nur ,das wir ohne Wartezeit gleich einfahren können - Wer hier schon von Anbeginn mitliesst weiss warum ich das schreibe ;-)

 

Endlich auf dem Kanal gibt es erstmal Brunch auf der FairLady. Auf Grund der Verzögerung heute morgen sind wir, um das ablaufende Wasser noch mitzunehmen, ohne Frühstück ausgelaufen.

Kahla Porzellan, Magic Grip, On Tour - Brunch auf derFairLady
Brunch auf der FairLady

Trotz allem ist die Stimmung an Bord gut. Klaus und Klaus üben sich im Singen und Ukulele spielen und wir geniessen das herrliche Wetter, das uns bis Rendsburg begleitet.

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Leinen los, die Zweite....

Nebenelbe ©AnjaRathmer-Volkmann, Winga87
Nebenelbe

Wir haben beschlossen heute trotz des verlorenen Tages doch noch Glückstadt anzulaufen. – Um 9:50 Uhr verlassen wir den Hamburger Yachthafen bei herrlichstem Sonnenschein 

– vielleicht war die Panne ja gar nicht so schlecht, denn gestern wären wir, wie immer die letzten Jahre, im starkbewölkten Nieselregen losgefahren.

 

Heute aber strahlt die Sonne und wir geniessen die Elbe von ihrer schönsten Seite, wenn auch unter Motor, da uns leider ein laues Lüftchen die ganze Zeit auf den Bug pustet. Ein ganz anderes Bild das sich hier zeigt, im Vergleich zu dem Grau in Grau der letzten 2 Jahre. Wir lassen uns Zeit und fahren Steuerbords noch die Nebenelbe ab, auch landschaftlich sehr schön mit vielen Wasservögeln. Langsam kommen wir zur Ruhe und geniessen.

Dann erreichen wir Glückstadt und machen im Aussenhafen Steuerbord fest, denn da gibt es Strom. - Leider müssen wir feststellen, dass die Brücke am Sperrwerk gesperrt ist, und so muss man um das ganze Hafenbecken (20min) herumspazieren um zu den Duschen zu kommen. – Irgendwas ist halt immer….

 Glückstadt selbst, ist keine gewachsene Stadt, sondern 1617 von König Christian von Dänemark und Norwegen geplant und gebaut worden. Als dänische Hafenstadt und Festung sollte sie dem deutschen Hamburg entgegenstehen.  Die Stadt ist durchaus sehenswert und einen Stopp wert. Wer sich für die interessante Geschichte interessiert schaut mal hier vorbei: https://de.wikipedia.org/wiki/Glückstadt.

 Am Marktplatz gibt es nette Kaffees, von denen man, während des Geniessens leckeren Kuchens, die alten Gebäude auf sich wirken lassen kann. Aber auch der Innenhafen mit seiner Wasserfront ist sehenswert.

Zurück an Bord lassen wir den Nachmittag in Ruhe ausklingen, bereiten uns ein schönes Abendessen und freuen uns, das wir unser erstes Ziel erreicht haben....

 

Seit Ihr noch dabei? - Jaaaa! Dann freuen wir uns auf das nächste Mal und auf eure Kommentare ;-)

Grüsse von der FairLady

Aussenhafen Glückstadt  ©AnjaRathmer-Volkmann
Aussenhafen Glückstadt
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Leinen los – oder auch nicht....

Hamburger Yachthafen, Wedel
Hamburger Yachthafen

Kennt Ihr das? Ihr habt alles durchgeplant, denkt Ihr arbeitet mit verlässlichen Leuten zusammen und freut Euch, dass Eure Pläne endlich Form annehmen…und dann werdet Ihr masslos enttäuscht!

 

Aber mal von Beginn:

02.-04.06.2018

Spät am Samstagabend treffen wir in Wedel ein. – Die Stimmung ist gut; hatten wir doch gerade ein paar schöne Tage mit unserer Smutje Crew auf der "Christian Müther" in Greifswald verbracht.

 

 Für den nächsten Morgen sind wir mit Andreas Egger von Yachtbau Wedel verabredet. Letzte Besprechung und Check.  Alles prima, alles mal wieder zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt. Auch die Firma Bussmann hat die Wartung unserer Gasanlage erledigt. Schön wenn man sich auf die Firmen verlassen kann....

 

Aber dann:

Während wir den Samstag mit Sinnieren über die letzten Tage und einem Bierchen geniesserisch ausklingen lassen, fällt uns plötzlich auf, dass unsere Fallen noch gar nicht getauscht sind. Das sollte unser Rigger in den letzten 14 Tagen erledigt haben. Klaus versucht ihn am Abend und den ganzen Sonntag zu erreichen. Keine Antwort, kein Rückruf. Die Stimmung wird immer schlechter, denn Montag wollten wir mit der 9:00 Uhr Tide auslaufen. - Am späten Sonntagnachmittag informieren wir unseren Mitsegler Klaus D.-L., dass es mit dem frühen Auslaufen nichts wird. Er kann auf einen späteren Bus umbuchen, sei Dank. 

 

 

Wir beschliessen, wenn wir bis Montagmorgen nichts vom Rigger hören, neue Fallen zu kaufen und den Job selbst anzugehen. – Als hätte er es gerochen, meldet der Rigger sich Montag um 8:30 Uhr und meint er wäre um 15:00 Uhr da. Na toll!

 

 

Um 9:00 Uhr kommt unser Mitsegler an Bord und wir müssen ihm mitteilen, dass wir das Auslaufen um einen Tag verschieben müssen.

Wir vertreiben uns den Tag im Hafen und treffen noch Martin von der Jambo. Netter Kerl, der auch sehr schöne Segelfilme macht, wenn jemand Interesse hat.

 

Dann endlich kommt der Rigger und in einer Stunde sind die Fallen fertig. – Dann kann es wohl endlich losgehen......

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Hamburg Ade

Hamburger Elbphilharmonie, Hamburg, Elbe
Hamburger Elbphilharmonie

Es scheint das Jahr der besonderen Segeltörns zu sein. Unser Freund und Segelkamerad Claus Aktoprak ist schon aufgebrochen. Auf den Spuren der alten Wikinger Segelrouten verschlägt es ihn einen langen Sommer in 

den hohen Norden. (Luvgier). Dirk Kraus hat mit seiner Morian auch schon die Niederlande verlassen. Er ist das erste Mal Einhand über die Biskaya gesegelt (morianblog) 

 

Und auch für uns heisst es dieses Jahr: Leinen los!!! 

 

Nach 2 Jahren des Test Segelns und Arbeiten an der FairLady sollten wir und die alte Dame nun so weit sein auf unseren «grossen» Törn zu gehen. Wir haben einen kleinen Traum: Einmal um die Ostsee zu segeln. Da ich persönlich sehr geschichtsinteressiert bin, ist es mein persönliches Ziel, ein bisschen auf den Spuren der Hanse zu reisen.

 

Da wir noch keine Pensionäre sind, werden wir dies in Etappen tun. –  Wichtig ist mir, viel von den Ländern zusehen und die Menschen und ihre Lebensart kennenzulernen. Selbst der deutsche Küstenstreifen zwischen Fehmarn und Usedom Ist Neuland. Spannend werden Polen und das Baltikum. Schaffen wir es immer am Ende der Saison einen Winterliegeplatz zu bekommen? Wie klappt das mit der Verständigung, wenn die FairLady doch mal Hilfe/Reparaturen benötigt.... Fragen über Fragen.

 

Doch dieses Jahr steht Etappe 1 an: von Hamburg bis Stettin oder zumindest ins Stettiner Haff.

 

Direkt verfolgen könnt Ihr unsere Reise über Facebook oder Instagram (youngatheartsailing). – Ob ich es schaffe zeitnah den Blog zu schreiben, weiss ich nicht. Bin wahrscheinlich zu sehr damit beschäftigt Fotos und Eindrücke zu sammeln ;-).

 

 Doch solltet Ihr, liebe Blog Crew, zeitgleich irgendwo auf dieser Route sein – ob auf dem Boot oder an Land....wir freuen uns über jeden Informationsaustausch. Oder wohnt Ihr vielleicht gerade da wo wir unterwegs sind, dann verratet uns doch die besonderen Ecken und «must do’s» und «must eat’s» in Eurer Heimat. – Oder trefft uns auf ein Bier. Auch wenn die Ostsee nicht die Karibik ist – es wird spannend!!!

 

Klaus Rathmer, Anja Rathmer
Klaus und Anja

Hinterlasst Eure Kommentare gern hier im Blog oder meldet Euch per email!

Wir freuen uns von Euch zu hören!

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Rolling Home Autumn 2017

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Starkwind auf der Ostsee Juni 2017 - Film

Vom Warten an der Schleuse & und heftiger See nach DK

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Zerrissene Genua/Überführung Log 2 Teil 3

29. September 2017, Freitag

 

 Langballigau - Laboe

 

61 sm

Motorstunden 09:13

 

Das Barometer hat sich kaum bewegt. Es ist diesig und fast windstill im Hafen. -  Eigentlich eine schöne Morgenstimmung im Herbst.

 Nach dem Frühstück legen wir um 8:30 Uhr ab. Raus geht es auf die Förde, wo uns 13,5 kn erwarten. Mit ca. einem halben Meter ist die Welle noch moderat. Wir setzen das Groß, lassen den Motor aber mitlaufen. Wir müssen Strecke machen. Ich bekomme gerade eine Nachricht von Claus Aktoprak. Er hat wohl gerade Minde verlassen, ist damit aber noch ein Stück hinter uns und auch auf dem Weg ins Winterlager. Dieses Jahr werden wir aber nicht zusammen durch den NOK fahren. Claus bleibt an der Ostsee. (Später höre ich, dass er nach Høruphav abgefallen ist. Wir hatten wohl Glück etwas früher unterwegs zu sein.)

Nach dem Passieren von Kalkgrund nehmen Wind und Welle zu. Es klart auf und wird sonnig.  Noch haben wir auch die Genua draußen.  Das könnte ein fantastischer Segeltag werden.... wenn wir einen anderen Kurs hätten. – So kreuzen wir bei 1-2 Meter Welle langsam Laboe entgegen.  Wir haben teils so Lage, dass sich die Schubladen öffnen. Und dann 


plötzlich ist auch das Schapp mit dem Geschirr offen und meine gerade erst erstandene kleine aber feine Teekanne kommt herausgeflogen und zerschellt auf dem Boden. Aber unser Porzellan bleibt, dank Magic Grip, fest auf seinem Platz. 

Ich kehre die Scherben zusammen – keine gute Idee. War mir bis dato nur etwas flau im Magen, geht es mir jetzt gar nicht gut. An Deck wird mir kalt und ich versuche mich in die Koje zu kuscheln. Auch das geht erst mal schief. Ich falle während des Hinsetzens mit dem Kopf gegen die Wand und sehe Sternchen. Eine Weile bleib ich liegen, aber dann wieder hoch, doch besser an die frische Luft....gerade noch so schaffe ich es zum Fische füttern an die Reling. Das ist mir auch schon lange nicht mehr passiert. Ein Blick in die Genua und ich sehe das sie gerissen ist. Hat sich wohl wieder an der Saling aufgehängt. -  

Es reicht mir. Ich bestehe darauf, dass Klaus die Genua einholt. Endlich aus dieser extremen Schräglage raus. Und siehe da, die Lady läuft nicht viel langsamer, ich aber kann mich gemütlich und stressfrei in meine Decke kuscheln und abwarten, dass es mir bessergeht.

 

Irgendwann taucht die Einfahrt zur Kieler Förde auf und das Wasser wird viel ruhiger. Nach 9 Stunden anstrengender Überfahrt, fahren wir uns im Museumshafen von Laboe beim Anlegen noch die Reling krumm – gut das ich das nicht war ;-) -  what a day....

Kurz vor dem Einlaufen nach Laboe meldet sich ein Facebook Bekannter von uns, Klaus Nummer Drei, telefonisch. Wir haben uns in Laboe zum Fischessen verabredet. Ursprünglich wollten noch ein paar Mädels aus der Mädelssegelgruppe, die wir noch nicht persönlich kennen, dazu stoßen. Gekommen sind dann tatsächlich Meike B. Und Barbara K. mit Partnern. Es ist schön Euch persönlich kennen gelernt zu haben.

 

Der Tag klingt bei lecker Essen und netten Gesprächen in der Fischbude aus.

30. September 2017

 

Dicker Nebel hängt heute über der Föhrde. Die Luft in Laboe ist zum Schneiden, voll von Schiffsabgasen, die sich in der nebeligen Windstille festgesetzt haben. Wir wollen ursprünglich noch bis zur Schleuse Holtenau oder gar bis zur Gieselau. Aber das Wetter für Brunsbüttel soll für Montag so mies sein, dass Meike geraten hat, heute früh raus und dann Sonntag schon in die Elbe zu fahren. - Zu früh geht eh nicht, da unsere Genua noch beim Segelmacher abgeholt werden muss. Wir sind unentschlossen, trödeln rum und fahren im Endeffekt gar nicht los. Wir bummeln durch Laboe, kaufen uns ein Paar extra warme Socken (schon kühl Abends auf dem Boot) und versuchen mit Hilfe von den hilfsbereiten Jungs vom Baltic Bay Bootsausstatter Petroleum Blau für unsere Heizung zu bekommen. Letztes Jahr hat uns auf dem Kanal ein Kälteeinbruch überrascht. Da wollen wir vorbeugen. Leider ist das ein Fehlschlag. Und die Tankstelle macht auch nicht auf. Im Prinzip ein vergeudeter Tag. Jetzt hoffe ich auf Rendsburg. Da habe ich in der Marina immer das Petroleum bekommen. Der Diesel sollte auch noch so weit reichen...

Später erfahren wir, das Meike zwar früh bei der Schleuse Holtenau war, sie aber 3 Stunden auf das Schleusen warten mussten. Damit war ihr Zeitfenster auf der Elbe auch zu.

 

 

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Überführung nach Wedel Log 1 Teil 2

28. September 2017, Donnerstag 

 

Sonwik Langballigau

 

18,8 sm

Motorstunden 2:00

 

 

Wird nichts mit dem frühen Ablegen. Es gewittert und schüttet wie aus 

Eimern. Die neue Wettervorhersage gibt eine Besserung ab Mittag an. Klaus überlegt, erst morgen loszufahren. Ich denke, wir sollen das nächste Wetterfenster nutzen und sehen wie weit wir kommen. Das wir wie erhofft Schleimünde erreichen, können wir uns abschminken. Aber ich trau den Wetterberichten nicht mehr auch nur einen Tag weit.

 

Sonwik ist wie ausgestorben. Alles ist zu. Selbst der Hafenmeister nicht da. Gegen 12:00 Uhr scheint das Gewitter endlich etwas weiter weg und ich traue mich vom Boot. Muss die Beine vertreten. Im Hafen treffe ich auf Rene H., auch eine Facebook Bekanntschaft, die man mal live kennen lernen darf – wie schön! Dann plötzlich blauer Himmel. Rene als Kenner der Förde meint, ihr könnt jetzt los. Ich laufe zurück zum Boot und mache uns auf dem Weg schon vom Landstrom los. Klopfe an den Bug um Klaus aus der Koje zu scheuchen. „Es geht los!“, rufe ich ihm zu. Motor an, Leinen los und 20 Minuten später sind wir bei herrlichem Sonnenschein auf der Flensburger Förde. 

Bei 16 kn Wind setzten wir die Segel und rauschen mit 5,5 -6,1 kn Halbwindkurs über die Innenförde. Bei 0,3m Welle ist das ein angenehmer Schlag. Aber kaum haben wir die Engstelle nah der Schwiegermutter (so heisst hier die rote Tonne, die die Fahrwassergrenze markiert ;-) ) passiert, nimmt der Wind zu und kommt jetzt mehr oder weniger von vorne. Auch eine kurze  Welle baut sich bis zu einem guten Meter auf. Nein! Das brauch ich nicht am ersten Segeltag. Um 15:40 liegen wir fest in Langballigau – direkt vor dem Odinfischer! 

Wir holen uns einen kleinen Snack und studieren dann das Wetter für den kommenden Tag. Schön und sonnig soll es werden, aber der Wind dreht leider immer mehr auf Süd. Das bedeutet gegen an. Es ist wie verhext dieses Jahr...

 

Zum Abendessen gehen wir noch mal zum Odinfischer und beschliessen morgen zu entscheiden, ob wir bis Laboe fahren, oder vorher einen Hafen anlaufen. Leider ist die Wettervorhersage für die kommenden Tage eher schlechter.

 

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Die letzten Tage

8. August 2017, Dienstag

 

Årø - Minde

55,3  sm

Motorstunden 6:31

 

Der Wind hat tatsächlich gedreht und wir schleichen uns schon früh aus dem Hafen. Mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 4,5 kn unter Segeln geht es durch den Als Sund wieder zurück bis Minde, da für ist morgen schon wieder schlechtes Wetter und Starkwind angesagt ist.

 

Wir werden in Minde bleiben und die Gegend zu Fuss erobern.

10. August 2017, Donnerstag

 

Minde -  Søholm -  Sonwik

21,3  sm

Motorstunden 3:03

 

Heute geht es zurück in die Sonwik. Aber vorher machen wir noch einen Abstecher über den Egernsund. Dort schauen wir uns ein Winterlager an, das für uns für nächstes Jahr in Frage kommt. Alles macht einen sehr guten Eindruck. Wir lassen uns einen Kostenvoranschlag senden.

Am frühen Nachmittag wollen wir den Egernsund verlassen, da Wind und Welle wieder zunehmen sollen. Ich habe einfach keine Lust mehr auf diese Hackwelle.  Aber obwohl auch Boote vor der Brücke warten, macht der Brückenwärter zur angegebenen Zeit einfach nicht auf. Ärgerlich und für alle unverständlich. Eine Stunde später dürfen wir dann durch.

 

Ja und das ist es dann mit diesem echt verwässerten Sommer. Wir haben gefühlsmäßig mehr abgewettert denn gesegelt. Wenn wir das nächste Mal kommen, geht die FairLady wieder ins Winterlager. Vielleicht gibt es ja noch ein paar schöne Spätsommertage..... 

Abschlussessen mit Reinhard in Sonwik - ein gelungener Abend!

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Banausen S9

6. August 2017, Sonntag

 

Kalvø - Årø

20,8  sm

Motorstunden 1:38

 

Der Wind soll heute und morgen noch aus S/W kommen und am Nachmittag wieder auffrischen. Wir beschließen noch einen Schlag nach Norden zu wagen, um dann je nach Wetter gen S/O oder S/W um zu kehren. Leider ist der

Urlaub bald zu Ende und bei den verrückten Wetterkapriolen dieses Jahr wollen wir nicht das Risiko eingehen nicht mehr rechtzeitig zurück zu sein.

 

Wieder genießen wir unter Segeln die wunderschöne Insellandschaft aus der Genner Bucht hinaus und Barsø Steuerbord lassend. – Und stellen einen persönlichen Geschwindigkeitsrekord von 7,19 kn durchs Wasser auf.

 

Als wir in Årø einlaufen, hat der Wind schon wieder auf 25 kn aufgefrischt. Was beim Segeln sehr angenehm war, wird beim Anlegen stressig, da wir den Wind von der Seite haben. Immer wieder vertreiben wir. Ich schlage Klaus ein ungewöhnliches Manöver vor. Wir lassen uns einfach seitlich in die Box treiben. Helfende Hände stehen schon am Steg. Somit kann ich den Backbord Bug Dalben einfangen und Daria die Backbord Heckleine über geben. Dann können wir in Ruhe Steuerbord belegen.  Während wir noch belegen, versucht eine größere Yacht (52f) unser Manöver zu imitieren, vielleicht werden sie auch nur vertrieben. Allerdings sind sie zu lang und bleiben somit mit dem Bug an den Dalben hängen. Ich belege gerade die Heckleine, als ihr Boot gegen unseres knallt. Sie haben noch keinen einzigen Fender draußen. Aber dabei bleibt es nicht. Sie setzten noch mal vor, vertreiben mit dem Heck aber wieder zu uns. Daria steht schon mit dem Kugelfender parat, aber bei der Größe des Schiffes, das jetzt genau mit der Ecke des Hecks auf uns zu rauscht, rutscht dieser weg. In letzter Sekunde bekomme ich unseren Fender horizontal zwischen Ihr Heck und die Bordwand der FairLady. Der Fender wird mittig plattgedrückt. Ich warte nur darauf, das er platzt.... Leider bin ich in der Hektik auf unseren neuen Solarlüfter getreten und habe dabei das Glas zerstört. -  Sechs Männer an Bord, die angeblich schon 40 Jahre miteinander Segeln. Aber keiner hört auf den Skipper. Einer bemüht sich dann mal einen Fender in die Hand zu nehmen, bleibt damit aber Mitschiffs stehen.....

 

 

Was mich aber wirklich geärgert hat war, das der Skipper später von Bord ging, sich sein Heck an sah, aber sich mit keinem Wort entschuldigt hat, oder mal die Grösse gehabt hat, zu fragen ob die FairLady Schaden genommen hat.

Ich muss dazu sagen, fast alle die noch kamen hatten Probleme, aber es gab auch welche, die sich gekonnt mit Hilfe der Leinen in die Box zogen - das müssen wir auch mal üben!

 

Trotz allem geniessen wir einen freien Tag auf Åro und erkunden mit dem Golfcars die Insel. Da hat Daria, die auch mal ans Steuer darf, sichtlich Spass.

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Das gefällt... S8

5. August 2017, Samstag

 

Høruphav - Kalvø

36,2 sm

Motorstunden 3:00

 

Wir wollen Barsø anlaufen, denn das ist es was ich liebe, kleine Inseln mit noch kleineren Häfen. Aber unsere dänische Bekanntschaft hat uns, auf Grund der Windverhältnisse, geraten nach Kalvø zu segeln,da wir in Barsø mit Schwell am Liegeplatz rechnen müssen.

 

Wieder über Sønderborg und durch den Als Sund haben wir einen herrlichen Segeltag. Schon beim Verlassen des Als Sund mit Blick Richtung Genner Bucht komme ich aus dem Genießen nicht mehr raus. So anders und schön ist hier doch die Landschaft. Als wir in Kalvø einlaufen weiß ich: alles richtig gemacht. Das ist genau das wonach ich suche und hoffentlich noch viel finde. Die FairLady quetscht sich mal wieder in einen knappen Liegeplatz, denn Gastliegeplätze gibt es nicht viele. Von einem Fischer erfahren wir, wo es eine Fischräucherei gibt und machen einen schönen Spaziergang dort hin. Wir erstehen frischen Fisch vom Morgen und auch etwas Geräuchertes.  Auf dem Rückweg harren wir in einer überdachten Haltestelle aus, da der Himmel mal wieder seine Schleusen öffnet. Dafür werden wir mit einem atemberaubenden Blick über den Hafen und die Genner Bucht belohnt, die jetzt in ein so goldenes Licht gehüllt ist, wie man es nur nach einem kräftigen Regen findet.

 

 

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Spontanes Treffen mit der Yuna S7

2. August 2017, Mittwoch

 

Sonwik - Minde

15,1 sm

Motorstunden 1:00

 

Geplant war eigentlich ein Schlag in die Aussenförde und dann bis Høruphav zum Abwettern, da schon wieder Starkwind voraus gesagt wird. Aber dann bekommen wir eine Nachricht von Marcel, dass sie mit der Yuna nach

 

Minde kommen wollen. Warum treffen wir uns nicht dort! Gegen Mittag soll der Wind eh auffrischen. Wir tankten noch mal, da wir dieses Jahr schon öfter den Motor zur Hilfe nehmen mussten, wollen wir auf der sicheren Seite sein. Dann machen wir bei 15kn einen schönen Schlag bis Minde und siehe da, die Yuna kommt auch gerade an. Die Yuna bleibt mit ihren 39f am Außensteg, während wir uns ein ruhiges Plätzchen in den Boxen suchen – und bleiben prompt wieder stecken.... wann lernen wir es die Breite unseres Bootes richtig ein zu schätzen.

 

 

Der Wind nimmt tatsächlich heftig zu und so ist die Entscheidung nur bis Minde zu fahren gar nicht so verkehrt. Trotzdem ist es zumindest trocken und sonnig. Daria nimmt sich der Kinder von Marcel und Monika an. Somit haben wir Erwachsenen etwas Zeit für uns.

Mal wieder sitzen wir Abends lange zusammen. Diesmal auf der Yuna (Allures 39) und erzählen von unseren Erlebnissen und diskutieren über Bootsgrössen und ihre Vor- und Nachteile auf der Ostsee.....

 Natürlich fährt die Allures auch bei 1-2m Welle immer noch sehr ruhig, während die WINGA da schon ganz schön die Wellen abreitet. Da die Allures ein Schwert hat, hat sie auch mit dem Tiefgang keine Probleme. Das war bisher immer unser Vorteil, was kleine Häfen angeht. Mit der Breite von über 4m ist sie allerdings klar im Nachteil, da sie in kaum eine Box passen und es in den kleineren Häfen nicht so viele Möglichkeiten gibt, seitlich anzulegen.

 

Mein Fazit, für die Ostsee ist unsere Winga genau richtig. Selbst mit kleineren Kindern sehe ich kein Problem. Wir waren schon mit kleineren Booten unterwegs, als unsere noch Zwerge waren. Man kommt in Ecken, da haben große Boote keine Chance. Bei schlecht Wetter ist man doch gut geschützt und durch ihre exzellente Aufteilung fühlt man sich nicht beengt. Mit im Schnitt 5-6kn läuft sie unter Segeln richtig gut und der starke Motor ist eine Beruhigung, wenn es mal eng wird. Würde ich ein größeres Boot haben wollen? Nicht für unser Ostsee Rund, aber ja wenn das Revier gewechselt wird, sprich Mittelmeer könnte ich mir etwas Größeres mit Atlantikzulassung gut vorstellen.

3. August 2017, Donnerstag

 

 Minde - Høruphav

18,5 sm

Motorstunden 2:31

 

Früh schleichen wir uns bei Schietwetter aus dem Hafen. Wind und Welle sollen im Laufe des Tages ungemütlich zunehmen, für Morgen ist Starkwind und damit Abwettern angesagt. Wir haben uns Høruphav ausgesucht, weil fast jeder, mit dem wir gesprochen haben, von diesem Hafen schwärmt. Vielleicht bin ich deshalb ein wenig enttäuscht, habe meine Erwartungen zu hochgeschraubt. Der Hafen ist nett und liegt gut geschützt. Ein Supermarkt und eine Glasbläserei liegen in der Nähe. Mit dem Bus ist man schnell in Sonderborg, aber das wow Erlebnis bleibt aus. – Am nächsten Tag machen wir einen Ausflug nach Sonderborg und lernen an der Bushaltestelle nette Dänen kennen, die uns einige Tipps zu Häfen mit auf den Weg geben.

 

Horuphav

Sonderborg

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Reparaturen S6

1. August 2017, Dienstag

 

Flensburg Stadthafen - Niro Petersen - Sonwik

1,5 sm

Motorstunden 0:55

 

Wir verabschieden unseren Sohn um 8:00 Uhr am ZOB. - Ich suche immer noch nach einer vernünftigen Lösung für einen Bug Spriet, die Klaus und mir gefällt, also wird nach dem Frühstück zu Niro Petersen gemotort. Leider sind die Verantwortlichen im Urlaub. Wir schauen uns ein paar Exponate an. Es ist kompliziert, weil

Klaus auf keinen Fall auf unsere jetzige Ankerhalterung verzichten möchte und somit jede Alternative eine teure Herausforderung ist. Spätestens wenn es in die Schären geht, sollten wir eine Lösung haben.

 

Zurück in Sonwik ziehen wir Daria, die sichtlich Spaß daran hat, in den Mast. Dort befestigt sie gekonnt den Radarreflektor. Stolz bin ich auf unsere Kleene ;-).

 

Die Ersatzteile sind noch nicht komplett eingetroffen.

 Klaus macht sich aber schon daran, die alte Pumpe auszubauen. Die alten Schläuche werden in einem mitersetzt. Leichter gesagt als getan. -  Die Schläuche sind so verhärtet, das sie sich keinen Millimeter bewegen. Nach dem Ausbau von Batteriebank, Motorabdeckung und vielem mehr, um an die tief in der Bilge


liegenden Schläuche zu kommen, muss Klaus sie stückchenweise raussägen.   Eine schweißtreibende Arbeit, die sich bis in den späten Nachmittag hinzieht. Dann werden die neuen Schläuche gezogen, die neue Pumpe eingebaut. Hier noch einmal ein Danke Schön an Herrn Anderssen von Anderssen Yachting der uns mit einem Bohrer aushilft.

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Gebrochener Schäkel und andere Dinge S5

30. Juli 2017, Sonntag

 

 Langballigau - Sonwik

17,5 sm

Motorstunden 2:11

 

Wir wären ja gern noch eine Nacht geblieben, aber der Eigner unseres Liegeplatzes kommt heute wieder und auf Grund eines Hafenfestes sind alle

Liegeplätze belegt. Nach dem anstrengenden Tag gestern lassen wir es aber langsam angehen und verlassen den Hafen bei gerade mal 8kn Wind Richtung Sonwik. Gerade mal eine Stunde später frischt der Wind in Böen bis zu 30 kn auf. Gerefft haben wir schon. Aber beim Dichtholen des Groß knallt uns plötzlich der Schäkel des Großschot weg. Und das in der Engstelle kurz hinter der Schwiegermutter........ Jetzt heißt es erstmal raus aus dem Fahrwasser und den schlagenden Baum wieder einfangen und sichern. Dann geht es weiter nach Sonwik. Inzwischen baut sich in der Innenförde auch eine unangenehme Welle auf. Wir sind froh, als wir an unserem Liegeplatz festmachen können.

 

Wir erstellen eine Schadensliste um die Ersatzteile morgen im Marina Laden Anderssen Yachting zu bestellen. Dann bestellen wir uns eine Pizza bei Smileys und lassen den Abend gemütlich ausklingen.

31. Juli 2017, Montag

 

Sonwik – Flensburg Stadthafen

1,5 sm

Motorstunden 0:58

 

Wir verlegen heute nach Flensburg Stadt, da Niklas morgen früh seinen Zug nach Hamburg Airport bekommen muss. Zuerst aber geben wir unsere Ersatzteilbestellung auf. Die Bilgepumpe hat uns endgültig verlassen, also muss eine Neue her. – Beim Boot klarmachen sehe ich das sich auch unser Radarreflektor verabschiedet hat. Der hängt jetzt auf Kopfhöhe. Da muss wohl jemand in den Mast. Aber das verschieben wir auf Morgen, wenn wir wieder zurück in der Sonwik sind. Jetzt verlegen wir in den Stadthafen, Im Jaich. 

Wir bekommen einen schönen Liegeplatz und gehen erstmal Einkaufen, da unsere Vorräte aufgebraucht sind. Auch hier ist es ein Stück zum Supermarkt zu laufen.

Den Nachmittag verbringen wir mit Bummeln durch die Innenstadt und einer Rum Probe. Eigentlich wollten wir uns einen schönen Rum leisten. Aber die Bedienung war so was von unfreundlich und auch nicht sehr informativ, dass wir uns auf ein paar kleine Fläschchen zur Probe beschränkt haben.

 

Ich fahre dann mit Niklas noch zum Hauptbahnhof um ihm ein Ticket zu kaufen. (Die App funktioniert mal wieder nicht.) Da durften wir wieder mal die Unfreundlichkeit der Deutschen erleben. Aber nicht in Form der Bahnangestellten, sondern in Form der Kundschaft....aber das ist eine andere Geschichte.......

Abendstimmung im Hafen

Und hier geht es zum Film de Törns:

Around Als

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Gegen an ... S4

29. Juli 2017, Samstag

 

 Mommark - Langballigau

43,7 sm

Motorstunden 6:28

 

Es nützt nichts – wir haben die Entscheidung getroffen und müssen weiter. Morgen soll es eher noch schlimmer werden.

Der Wind ist uns nicht gesonnen und nur unter Fog und Motor kreuzen wir gegen an. Langsam baut sich auch die Welle immer mehr auf.

Ich bin gern auf dem Wasser, auch wenn ich immer erst meine Seebeine bekommen muss, doch jetzt... immer wieder checke ich die zurückgelegten Meilen und die verbleibende Zeit, habe das Gefühl auf der Stelle zu stehen, wünsche mir nur noch das Einlaufen in ruhigeres Gewässer. Die Schläge nach S/W laufen etwas ruhiger, also fahren wir so weit wie möglich auf Land zu, bis wir wieder gegen S/O drehen. – Müssen wir um Kalkgrund herum, oder können wir tatsächlich schneiden? So viel Tiefgang haben wir ja nicht.

Leider dreht auch der Wind mehr auf West und damit geht das Kreuzen weiter, als wir in die Förde einbiegen.

 

Bei maximalem Wind von 31,8 kn in Spitze und Welle bis zu 1,5 m, die auch öfter überkommt, versagt unsere Bilgepumpe den Dienst.

Klaus und Niklas schöpfen die Bilge per Hand leer. (die Decksluke im Bad, die auf Grund von Lieferschwierigkeiten nicht getauscht wurde, ist nicht dicht und von hier läuft das überkommende Wasser direkt in die Bilge). –

Ich habe genug und muss erst mal die Augen zu machen. Das einzig Positive ist, das ich mit Gewissheit sagen kann, dass ich nach diesem Schlag meine Seebeine haben werde - für den Rest des Törns.

 

 

Wir kommen völlig ausgelaugt in Langballigau an. -  Nie wieder Herz über Verstand. Das brauch ich einfach nicht. Für ein größeres Boot sind das vielleicht noch keine Hürden aber auch wenn die FairLady das mal wieder souverän gemeistert hat, muss ich das nicht noch mal haben.

 

Reinhardt hatte uns im Hafen von Langballigau den „Odinfischer“ empfohlen. Ein guter Tipp! Wir ergattern noch einen Tisch und lassen den Tag gemütlich und natürlich bei Sonnenschein, ausklingen. – Schon sind alle Strapazen wieder vergessen...

Wir werden mit einem fantastischen Sonnenuntergang belohnt -kitschig? Auf keinen Fall! Daran kann ich mich nie sattsehen!

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Freunde treffen und Palmenstrand.... S3

27. Juli 2017, Donnerstag

 

Augustenborg - Dyvik

18 sm

Motorstunden 1:05

 

Es ist nur ein kurzer Schlag geplant, da wir uns mit der Caipirinha in der Dyvik verabredet haben. Dementsprechend geht es erst spät los und wir gehören trotzdem noch zu den Ersten die kommen. Viele die später kommen, müssen vor

Anker gehen. Sehr beliebt dieser Hafen.

 

Alles ist grau in grau. Trotzdem machen wir uns auf den Weg die Gegend zu erkunden. Im Prinzip gibt es hier zwei Häfen. Steuerbord liegen die kleineren Boote, Backbord vor dem Hotel haben die Grossen Platz.

Wir treffen auf Tanja und Reinhardt, die gerade mit den Rädern unterwegs waren. - Reinhardt lädt uns für den Abend auf ein oder auch mehr Gläser Vino auf die Caipi ein, aber vorher wollen sie noch bei uns vorbeischauen, denn bisher haben sie die FairLady auch nur von außen bewundern dürfen ;-).

 

Plötzlich höre ich ein Klopfen, kann es aber nicht einordnen, da am Steg niemand steht. Als ich dann zum Heck hinaus blicke, sehe ich das wir Besuch von der Wasser Seite bekommen haben..... Premiere – Besuch mit Dingi hatten wir auch noch nicht.

Abends zeigt sich dann doch noch die Sonne zwischen den Wolken - wie das doch den Hafen verändert....

Später sind wir auf der Caipi versumpft und das obwohl wir doch gerade morgen früh raus müssen. Das sollte noch Methode bekommen auf diesem Törn.

 

 

Wir haben den Abend noch lange diskutiert, ob wir es wagen sollen auf die Ostsee und bis Mommark zufahren. Reinhardt rät eher ab. In 2 Tagen sollen Wind und Welle wieder zunehmen, doch wir müssen dann weiter nach Flensburg, weil unser Sohn seinen Flieger erwischen muss. Aber gerade Dieser möchte so gern noch mal auf die Ostsee und nicht durch den Als Sund zurück. Sollen wir es wagen?

28. Juli 2017, Freitag

 

Dyvik - Mommark

31.5 sm

Motorstunden 1:33

 

Herz über Verstand – wir verlassen die Dyvik sehr früh und haben einen herrlichen Segeltag. Zwischen durch gibt es mal einen kleinen Schauer, aber bei kaum Welle und in Spitzen bis zu 20kn Wind rauschen wir mir 5,5kn durchs Wasser. Kurz nachdem wir den Als Sund verlassen, kommt noch eine kleine Yacht bei, mit der wir schon seit der Dyvik eine kleine Regatta fahren. Sie wollen wissen, wo wir hinwollen. Sie hadern noch mit der Entscheidung, ob sie es noch bis Mommark wagen oder einen Hafen früher in Fynshav einlaufen sollen, da schon am Nachmittag der Wind zunehmen wird. Sie fallen dann auch tatsächlich nach Fynshav ab, während wir bis Mommark weiter segeln, denn damit haben wir den noch guten Wind ausgenutzt und auch etwas mehr Strecke gemacht. Kurz nach dem Anlegen nimmt der Wind auf 30 kn zu. Wir genießen einen leeren Hafen und haben noch einen wunderbar sonnigen Nachmittag am Palmenstrand. 😉

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Erstes Mal Ankern S2

Logbuch Sommer Teil 2

 

25. Juli 2017, Dienstag 

 

Sonwik – Sonderborg

27 sm

Motorstunden 2:51

 

 

Einen wunderschönen guten Morgen wünscht mir mein Rücken - ich habe wunderbar geschlafen und bin das erste Mal ohne steifes Kreuz aufgewacht - wir sind alle der Meinung: die

Investition in die Matratzentopper hat sich gelohnt.

Gegen Mittag legen wir mit Ziel Sonderborg ab. Bei moderatem Wind und Welle geht es mit 5kn über die Förde. Mal wieder ist der Stadthafen Sonderborg voll und wir machen als Dritte an einem netten Holländer fest. Später kommt noch ein deutsches Boot bei uns längsseits. - Das Schöne am im Päckchen liegen ist doch der Schnack...man kommt mit netten Seglern in Kontakt und Erfahrungen werden ausgetauscht. Natürlich wird auch die eine oder andere Segelgeschichte zum Besten gegeben.

 

 Wir gönnen uns die obligatorischen Hotdogs, die hier wirklich gut schmecken. Nach ein paar netten Schwätzchen mit unseren Nachbarn werden noch ein paar Runden gepokert. Dann geht es in die Koje. Für morgen ist mal ein Sommertag angesagt.

26. Juli 2017, Mittwoch

 

Sonderborg - Augustenborg Fjord - Augustenborg

16 sm

Motorstunden 3:17

 

Endlich mal Sonne!!! 

Mit der Öffnung der Brücke um 10:00 Uhr geht es in den Als Sund. Trotz wenig Wind segeln wir bis in den Augustenborg Fjord. Wenigstens für ein paar Stunden möchten wir hier vor Anker gehen, da die Kidds das schöne Wetter zum Schwimmen nutzen möchten.

 

Ein bisschen aufgeregt sind wir schon bei der Manöverbesprechung. Doch das Ankern klappt fantastisch und wir sind ein bisschen Stolz auf uns. Wir genießen ein paar schöne Stunden unter lautem Vogelgezwitscher in der Natur.

 

Aber wir wären ja nicht wir, wenn alles 100% reibungslos ablaufen würde - Beim Anker einholen dürfen wir wieder Lehrgeld bezahlen....

 

Das Auge der bleibeschwerten Ankerleine will nicht durch die sehr enge Führung der Ankerhalterung - das muss doch passen - in diesem Fall leider nicht. -  Durch die Zugkraft der elektrischen Ankerwinsch reißt uns die Halterung der Ankerwinsch ab. Das war’s dann wohl mit dem Ankern für diese Saison. - Inzwischen ist das Auge raus gesägt.

 

Übernachten wollen wir in der Marina von Augustenborg. Richtig viel zu bieten hat Augustenborg nicht. Dementsprechend leer ist der Hafen, was wir dann wiederum genießen. Die Kinder lesen und üben das Drohnen fliegen .

Klaus und ich spazieren durch den Ort, suchen eine Bank und gehen Einkaufen um später an Bord zu kochen.

 

 

Sommertörn Teil 3 (in Bearbeitung)

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Auf zum Boot: Sommer 2017 S1

Logbuch Sommer 2017  Teil1

 

24.07.2017 -10.08.2017

 

Sonwik  24.07.2017

 

Gestern Nacht sind wir mit dem Flieger aus Basel gekommen. – Hitzewelle mit Temperaturen über 30° C  in der Schweiz und hier gerade mal an den 20° kratzen, mit immer wieder Schauern. So richtig Sommer ist das hier im Norden nicht.

 Bisher haben wir mit der FairLady noch nie geankert. Für diesen Sommer steht

das auf dem Plan. Eine neue Ankerleine haben wir schon. Klaus hat im Internet ein Dingi gefunden, welches für ein Gebrauchtes doch einen guten Eindruck macht und so machen er und Niklas sich mit dem Auto auf nach Laboe. Auf dem Rückweg sollen sie in Schleswig unsere Rettungsinsel abholen, die wir in der Segel Ersatzteilbörse (Facebook) gefunden haben. Ein Jahr alt, nie benutzt und zu einem fairen Preis. - Irgendwie ist das immer wie Weihnachten, wenn wir wieder etwas neues für die FairLady bekommen.

 

Ich bin schon ganz gespannt auf die Matratzen Topper, die wie ich ja berichtete, nicht mehr zum Saisonstart fertig geworden sind und jetzt im Hafenbüro auf uns warten. Daria und ich räumen und stauen.

Dann holen wir die Matratzen Topper ab. Sie machen einen sehr guten Eindruck. Da Sie leicht sind, haben wir die Kojen fix fertig hergerichtet.

Während ich so mit unserem neuen Decksschrubber das Deck schrubbe, tauchen Krystyna und Michael (liebste Freunde aus meiner RSA Zeit) auf. Ich freue mich riesig, dass sie gekommen sind. Wir warten noch auf Niklas und Klaus um dann an Bord gemütlich Kaffee und Kuchen zu geniessen.

 

Auf das Dingi haben wir mit einem tränenden Auge verzichtet, da keine Tasche dabei war. Also wird das wohl wieder nichts mit dem Ankern über Nacht. -  Aber stolzer Besitzer einer Rettungsinsel sind wir jetzt – die wir hoffentlich nie brauchen werden.

 

Am späten Nachmittag machen wir unseren Grosseinkauf und stauen. Dann geht’s auf Wunsch der Kinder nach Flensburg ins Kino (Spiderman). Das haben wir auch schon lange nicht mehr gemacht - schön war’s.

 

 

Nach dem Kino bringen wir den Leihwagen zurück und ab geht’s in die Koje – ich freue mich auf die erste Nacht auf den neuen Toppern.

 

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Aarø Havn

55°50,65 ’N    9°43,82 ’E